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 Betreff des Beitrags: Die Geburt einer Kriegerin
BeitragVerfasst: Fr, 17. Jul 2009 20:35 
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Registriert: So, 21. Jun 2009 15:37
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Der Wind heulte durch die Nacht und trug einen Duft heran, der die Welt verändern sollte. Ein hoch aufragender Mann hob den Kopf und würgte. Bis auf sein dunkles Gesicht und seinen hellen Handflächen war er in eine Gold glänzende Rüstung gehüllt. Er blinzelte überrascht. Die Botschaft war eindeutig: Sie kamen. Oder war es eine Falle? Er überlegte kurz, dann sagte er eisig: „Verteilt euch. Versteckt euch in den Häusern und Hütten. Haltet jeden auf der kommt… oder ihr sterbt!“ Binnen weniger Sekunden hatten sich rund 20.000 Mann in Luft aufgelöst, und es war so still wie zuvor.
Um ihn scharten sich zwölf groß gewachsene Soldaten mit Kurzschwertern und runden Eisenschilden, die mit schwarzen Symbolen bemalt waren. Die Leibwache ähnelte nur im entfernten einem Menschen. Sie waren mit muskelbepackt und gut 2 Fuß größer als der Rest der Soldaten. Der dunkelhäutige Mann spähte über die Mauer. Eine Staubwolke näherte sich nur langsam aus der Ferne. Er war unnatürlich ruhig, in seiner Hand hielt er ein langes blankes Zweihandschwert. Das Blatt war dünn genug um zwischen zwei Rippen hindurch zu gleiten, und dennoch so stabil, dass es selbst die härteste Rüstung durchdrang.
Ein Eulenschrei durchschnitt die Stille. Keiner der Soldaten entspannte sich, bis der Vogel vorbei geflogen war. Dann fröstelte es den seltsamen Mann. Er unterdrückte seine Abscheu. Die Soldaten stanken wie verdorbenes Fleisch. Er rang mit der wachsenden Ungeduld. Es war wie ein Warten auf den Tod. Der Mond stach wieder zwischen den Wolken hervor und dieses Mal war der dunkle glänzende Fleck vom Horizont bis auf 1000 Fuß an die Mauer herangekommen. Er verzog die schmalen Lippen und knurrte aufgeregt: „haltet euch bereit!“ Woraufhin zwanzigtausend Soldaten ihren Bogen spannten. Sein ganzer Körper vibrierte. Die Spitze seines Schwertes zog kleine Kreise. Es hatte ihn viel Hinterlist und große Anstrengung gekostet, an diesen Punkt zu gelangen. Es wäre töricht gewesen, jetzt die Beherrschung zu verlieren. Ein Knacken unter ihm riss ihn aus seinen Gedanken. Die Tür im großen eisenbeschlagenen Tor der Stadt öffnete sich. Ein einzelner Soldat trat hindurch, doch keiner unternahm etwas. In Eile öffnete er das Tor und von außen halfen ihm zugleich zwei weitere. Nach kurzer Zeit stand das Tor offen und ein Horn ertönte. Sogleich setzten sich zwei drittel der rund hunderttausend Truppen, die vor der Stadt verweilten in Bewegung. Mit hoher Geschwindigkeit kamen sie – auf Pferden – voll auf das Tor zugeritten. Jetzt war es also soweit. Es hatte begonnen. Hier und heute würde sich entscheiden wer der Herrscher der kompletten bisher bekannten Südlichen Welt. Die ersten Reiter ritten unter dem Mann hindurch in die Stadt. Er schwebte bereits im Siegestaumel. Doch dann ertönte ein Schrei aus einem der Häuser und aus dem zu Anfangs Galopp der Reiter wurden ein trabendes Gehen. Die Glocken ertönten und gigantische Mengen an schwarzem kochend heißem Pech strömte am Tor und den Mauern hinunter. Die Pferde der betroffenen begannen zu Wiehern. Im selben Augenblick kamen die Soldaten aus den Häusern und schickten einen Hagel schwarzer Pfeile in Richtung der Angreifer. Die tödlichen Pfeile prasselten auf sie nieder. Die erste Angriffswelle war überwunden doch noch während in der Stadt alle mit dem Abhalten der Reiterscharen beschäftigt waren näherte sich die restlichen zwei drittel der belagernden Armee der Stadt. Brandpfeile flogen über die Stadt und in nu war die ganze Stadt in Brandgesetzt. Rauchschwaden zogen durch die schmalen Gassen und sammelten sich auf dem Platz an dem sich das Gemetzel abspielte. Pfeile flogen von links nach rechts, trafen feindliche Soldaten und landeten in den eigenen Reihen. Mehrere tausend Schwere Pikeniere durchströmte das Tor und trafen halb blind auf die wartenden Turkemenen und Janitscharen-Infrantristen. Zwischen den Rauchfahnen rannte an junges Mädchen, wohl an die 7 Jahre alt, und schrie nach ihrem Vater. Der Mann, der noch immer völligreglos auf der Mauer stand und das Geschehen beobachtete, kannte sie. Sie war eine der Töchter einer Magd aus dem Palast. Viviane war ihr Name. Sie kam aus einer anderen Stadt. Es begann zu regnen. Nach und nach wurde die Feuersbrunst vom dem gleichmäßig niederprasselndem Regen gelöscht und die zurückziehenden Rauchschwaden gaben einen schrecklichen Anblick frei. Die Truppen der zwei größten Feldherren des aktuellen Zeitalters lagen hier auf dem Platz de Lunière neben und übereinander. Und in mitten all den Toten lief das kleine Mädchen und rief immer noch nach ihrem Vater. Nach einer Weile hörte es auf… kniete sich nieder begann in fließende Ströme aus Tränen auszubrechen… erhob ihren Kopf und schrie in den Himmel ihn zu Rächen.
:evil:

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Geburt einer Kriegerin
BeitragVerfasst: Fr, 17. Jul 2009 20:45 
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Wohnort: Ellwangen
Mit 16 trat sie die Nachfolge ihres Vater an. Das Reich war am Boden. Doch sie hatte Talent. Nach knapp einer Woche verwaltete sie das sechst größte Reich der zu der Zeit bekannten Welt. Ihre Armee wuchs und nach und nach vielen ihr die kleineren Herrscher der Umgebung zum Opfer. Asonachi, Gwydion, Mister Souley, Raschid, Anarch, Labum, Lord Punisher, ...
Doch es sollte noch nicht zu Ende sein. Sie gab alles in der Hoffnung das eines Tages der Zeitpunkt gekommen war, an dem es sich entscheiden sollte ob sie ihre Rache bekam oder nicht. Und für diesen Zeitpunkt sammelte sie ihre Kräfte und suchte sich starke Verbündete die sie bei ihrem Weg unterstützen sollten.
Bisher unwissend dass er nicht mehr all zu fern lag, der Tag der Abrechnung, lebten sie weiter, die Herrscher die eines Tages auf der Liste des Todes oben stehen würden. Alles stand fest. Perfekt geplant und bereit zum durchführen...

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