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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:44 
Am Rand von Tharkad
7 Stunden, 27 Minuten nach der Kriegserklärung

Der Kommissar der Bereitschaftspolizei näherte sich dem Jeepwrack, bei dem sich ein junger Polizist befand. Er fragte ihn: „Was ist hier passiert?“ „Der Jeep fuhr von Osten auf diese Position zu, da wurden zeitgleich der Fahrer und der Beifahrer erschossen. Hinten saßen drei Schlangen, die beiden äußeren sprangen heraus, während dem in der Mitte eine Handgranate in den Schoß viel, deshalb ist der Jeep auch explodiert. Die beiden Schlangen haben sich dann ein kurzes Feuergefecht mit den Unbekannten geliefert, doch umsonst. Die ganze Sache hat nicht länger als fünfzehn bis zwanzig Sekunden gedauert.“ „Gibt es irgendwelche Hinweise auf die Täter?“ „Nur, dass sie Plasmawaffen eingesetzt haben.“ „Dann sind sie also Profis und perfekt ausgerüstet.“ „Haben sie schon mal so etwas gesehen?“ „Zweimal bereits. Irgendjemand führt hier Geheimoperationen durch. Wissen sie, es ist so ein schöner Morgen, und dann so verkohlte Leichen. Ich bekomm schon noch raus, wer die sind!“

Kommandobunker, Vorgon City
8 Stunden, 52 Minuten nach der Kriegserklärung

Horizonte saß einem Computer, als sich der Teamleader des PSF-3, in der Uniform eines Prätorianers neben ihn stellte und meldete: „Das Paket wurde sicher verstaut und steht nun ihnen zur Verfügung.“ „Danke, sehr gut gemacht.“


10. Rätsel

Rätsel

Das milchige Grau eines beginnenden Tages beugte sich langsam einer aufgehenden Sonne. Auf einem Beobachtungsposten am Rand einer der äußeren Kolonien der Light Company Standen zwei Mann. Einer von ihnen zog gerade an seiner Zigarette und blies dann den Rauch aus. Der andere fragte angewidert: „Musst du unbedingt rauchen?“ „Altes Laster.“ „Dann kauf dir’n PKW.“ „Witzig, sehr witzig!“ In dem Moment spürten beide stärker werdende Vibrationen. „Hörst du das?“ „Das Brummen, sieh mal mit dem Fernglas nach.“ Der andere nahm ein Fernglas und blickt in die Richtung des Brummens. „Das ist was, sieht aus wie ein Schwarm Bienen.“ „Meinst du die könnten so was!“ „Die kommen schnell näher, ich glaub das sind Destroyer!“ „Mir sind keine Truppenverlegungen bekannt.“ „Mir auch nicht, aber denk mal nach, seit gestern Nachmittag sind wir im Krieg.“ „Verdammt, ich alarmier sofort unsere Vorgesetzten.“ Jener schritt zu einem Telefon, nahm ab und sprach hinein: „Destroyer im Anflug, wahrscheinlich mit feindlicher Absicht!“ Er drehte sich mit dem Telefon zu seinem Kollegen um: „Wann denkst sind sie hier?“ „Zwei Minuten.“ „Zwei? Haben sie gehört noch zwei Minuten.“ Dann legte er auf, begab sich zu seinem MG und sprach: „Nicht vergessen, wir feuern nur auf Scarecrows und andere Truppentransporter!“ „Hatte nicht vor mich mit einem Destroyer anzulegen.“ „Da kommen sie!“ Einige Dutzend Destroyer flogen über ihnen hinweg und wurden von Flakstellungen unter Beschuss genommen. Da explodierte eine Reihe von Türmen. „Das waren die alten Neutronenwoofer. Die hat es voll zerlegt!“ „Schau nach vorn, da kommen die Truppentransporter! Los nimm deine Rakete!“ Er legte an, feuerte und traf einen Scarecrow am Treibwerk. Dieser schlingerte etwas und zerschellte dann am Boden. „Hey ich hab ihn runter geholt!“ „Lad nach da kommen noch zwei!“ Ein weiterer Scarecrow wurde zerstört, während der dritte schnell landete und Bodentruppen aus seinem Rumpf strömten. „Ran ans MG und halt einfach drauf, wir schaffen das schon irgendwie.“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:44 
Im Kommandobunker in Vorgon City traten aus einem Raum Horizonte und Seisuke heraus. Horizonte setzte sich an einen Konferenztisch, an dem die anderen anwesenden Mitglieder der Light Company bereits saßen. Seisuke stand am einem Tischende und begann etwas nervös zu den anderen zu sprechen: „Nun, als euer neu gewählter Verteidigungsminister, habe ich eine gute Nachricht und eine schlechte. Hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde. Die schlechte Nachricht zuerst. Unsere Bodentruppen sind noch immer in der zurückeroberten Stadt von Sir_Martin und wir werden noch mindestens zwei Tage benötigen um sie an die Front zu bringen. Die gute Nachricht ist besser, wie meistens zumindest. Unsere Flugzeuge sind bereit zum Angriff und wir werden sie noch heute einsetzen!“ Ein Hologramm einer Landkarte vom Gebiet der Light Company und von Medaron erschien. „Wir greifen so viele ihrer nahen Stützpunkte an wie wir können, dadurch werden ihre nächsten Operationen verzögert, mit viel Glück solange, bis wir voll einsatzbereit sind. Zeitgleich wird unser neuer Verbündeter, der Inquisitor, im Hinterland von Medaron, Versorgungsposten zerstören. Wenn alles glatt geht, werden wir ihre logistischen Kapazitäten stark einschränken können.“
Nachdem sich die Gruppe wieder zerstreut hatte, kam ein Offizier auf Seisuke zu und sprach ihm etwas ins Ohr. „Was ist los?“ fragte Misel. „Wir werden offenbar in drei Kolonien gleichzeitig angegriffen und es sieht dort nicht besonders gut aus. Wahrscheinlich kann dieser Krieg nur durch Diplomatie gewonnen werden.“ „Na, dann werd ich mich mal an die Arbeit machen.“

In Ankh (Misel’s Stadt) angekommen, begab sich Kommissar Seevi (aus Tharkad) und sein Kollege Brisot direkt zum Zentralarchiv der Stadt. In der Abteilung für Kriminologie traf er auf eine Bibliothekarin, die er ansprach: „Haben sie Zugang zu allen Gewaltverbrechen innerhalb der Allianz, auch vor ihrer Gründung?“ Sie blickte zu ihm auf und antwortete: „Wir können auf alles zugreifen, was jemals auf Erde2 im Einflussbereich der Mitglieder der Light Company geschehen ist. Sie können von jedem Terminal hier ihre Informationen beziehen. Ach bevor ich es vergesse, würden sie heute Abend mit mir ausgehen?“ „Äh, nein danke, ich bin schon genug Bettlerinnen begegnet, die wollen kein Geld, sondern Sex! Ich glaube, dass wir wahrscheinlich bis tief in die Nacht beschäftigt sein werden.“ „Oh, das macht doch nichts, vielleicht danach?“ Seevi schüttelte den Kopf. „Und ihr Assistent?“ Brisot blickte schockiert zu dieser Frau, die ihn schmächtig ansah und stotterte nervös: „Nein, das wäre nicht gut.“ Da stand sie beleidigt auf und verlies den Raum.
Seevi und Brisot setzten sich an einen Computer, riefen ein Suchprogramm auf und ließen es in den Akten der Gewaltverbrechen nach einem bestimmten Schema suchen. Nach einigen Sekunden wurden 23 Ergebnisse angezeigt. Seevi sprach mehr zu sich als zu Brisot: „Diese 11 können wir vergessen.“ „Wieso?“ „Hier wurden Projektilwaffen eingesetzt, unsere Kandidaten verwenden aber Plasmawaffen.“ „Ich hab nie kapiert, warum die so schnell nach der Besiedlung von Erde2 erfunden wurden.“ „Das Iridium ist daran schuld, es gibt hier ein Iridium-Isotop, welches es nicht auf der Erde gibt. Wenn es durch ein schnell wechselndes Magnetfeld angeregt wird, fängt es an extrem stark zu glühen und entwickelt Temperaturen über 4000°C. Es selbst wird dabei flüssig, behält aber seine Form. Jedoch reicht die Temperatur aus, um die umgebende Luft zu ionisieren, sie wird zu Plasma. Diese Waffen haben mehrere Vorteile, z.B. sind sie ebenso effektiv gegen Lebewesen, wie gegen leichtgepanzerte Fahrzeuge. Moment, diese 3 fallen auch raus, hier wurden ausschließlich Zivilisten getötet. Sieht eher nach der Mafia aus, die sind einfach in ein Haus gestürmt und haben jeden umgebracht. Bleiben also noch 9 übrig. Achtmal unbekannte Täter und eine Schlange. Das ist merkwürdig.“ „Was denn?“ „Vor zwei Jahren wurde der Bürgermeister von Elysium ermordet. Es gab keinerlei Hinweise, außer, dass er mit einer Plasmapistole erschossen wurde. Aber zu dem Zeitpunkt ist gerade Medaron entstanden und da war es leicht etwas den Schlangen anzuhängen. Plasmawaffen waren wie heute einfach zu teuer für die Schlangen, denn kaum jemand handelt mit Medaron und diese Waffen werden nur von menschlichen Waffenschmieden hergestellt.“ „Hat man jemanden bestraft für den Mord?“ „Ja eine Schlange wurde verhaftet, doch kurz vor dem Prozess hat sie offenbar Selbstmord begangen.“ „Und danach war es nicht mehr nötig den Mord weiter zu untersuchen.“ „Genau, man hatte seinen Sündenbock. Wirklich seltsam ist aber, dass der nachfolgende Herrscher Azmodan schon nach einer Woche mit einem Transporter von der Erde eintraf. Wie lange braucht man von der Erde bis hierher?“ „Die besten Highwarp-Schiffe schaffen die Strecke in zwei Jahren.“ „Wer konnte zwei Jahre vorher ahnen, dass ein Ersatzmann gebraucht wird. Da stinkt etwas gewaltig. Wir sollten uns mal mit dem Kapitän dieses Transporters unterhalten.“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:45 
Horizonte stand mit Sir_Martin und den Mitgliedern der PSF-3 in einer großen, abgeriegelten Halle. Vor ihnen war der Sarg des Arkossianers aufgebaut worden, nach deren Tradition stand er senkrecht in die Höhe. „So Sir, nun bist du dran, dort ist die Actionfigur, ach ich meine ja den Schlüssel.“ Sprach Horizonte. Sir_Martin nahm den Schlüssel und machte einen Schritt auf den Sarg zu. Schließlich bemerkte er zu den Anwesenden: „Es handelt sich bei dem Schlüssel um einen elektromagnetischen Apparat. Wenn der Schlüssel mit dem Sarg in Berührung kommt, dann senden sie sich gegenseitig Codes zu und nur der richtige Schlüssel kann dann auch den Sarg öffnen.“ In dem Moment hallte ein lautes Knarren vom Sarg aus durch die Halle. Ein Soldat öffnete langsam den Deckel des Sarges, da blickten alle ungläubig auf die Leiche. Horizonte gelang es als erster seine Gedanken in Worte zu fassen: „Ich glaube nicht, dass das da ein Arkossianer ist! Major, holen sie ein Gerät zur Analyse der DNS und eines zur Altersbestimmung!“

„Sie sind also der Kapitän des Transportraumschiffs ‚Transvertikon’?“ Seevi sah dem Mann direkt in die Augen. Er war etwa Mitte 50 und hatte einen grauen Vollbart, er sah also so aus, wie man sich wohl eher einen Fischerkapitän vorstellen würde als einen Raumschiffkapitän. Er antwortete unverzüglich auf Seevi’s Frage: „Ja der bin ich und ich kann mir noch immer nicht erklären, warum sie mich gerufen haben, ich habe nichts getan, was gegen das Gesetz verstößt!“ „Es geht hier nicht direkt um sie, sondern um den Langstreckentransport von der Erde vor zwei Jahren. Gab es da irgendwelche Probleme?“ „Nein, also was soll das hier?“ „Aber wie kommt es dann, dass drei Stunden innerhalb des Canri-Systemes im offiziellen Bericht fehlen, keine Angaben über Systemleistung, Personalstatus oder Überwachung der Stasisanlagen der Passagiere. Es fehlen alle Berichte und Eintragungen für diese 3 Stunden!“ „Keine Ahnung, dieser offizielle Gesamtbericht ist nur eine automatische Anhäufung aller Berichte während des Fluges und weil nichts vorgefallen war, hat ihn auch keiner näher überprüft. Es gibt aber einen Bericht, den man weder löschen noch fälschen kann, es handelt sich dabei um den Kontrollbericht über die Kursänderungen.“ „Den haben wir bereits überprüft, es gab in diesen drei Stunden keine Kursänderungen. Gibt sonst noch einen anderen Bericht, vielleicht einen, den jemand übersehen könnte oder…“ da unterbrach ihn der Kapitän: „Antriebskontrolle, es wird nur aufgezeichnet, ob der Antrieb aktiv oder inaktiv ist.“ Seevi drehte sich zu Brisot um und sagte zu ihm: „Wir brauchen schnell diesen Bericht!“

„Das Alter beträgt zwischen 200.000 und 210.000 Jahren.“ Teilte der Offizier mit und Sir_Martin bemerkte: „Das ist normal für einen Arkossianer.“ „Und die Leiche ist eindeutig humanoid.“ „Das ist auf keinen Fall normal für einen Arkossianer.“ „Es handelt sich bei dem Toten um einen Menschen.“ Horizonte trat näher an Sir_Martin heran und sagte: „Ein 200.000 Jahre alter Mensch? Hier Lichtjahre entfernt von der Erde?“ „Ich hab dafür auch keine Erklärung, aber ich war ja auch nicht für diese Sache mit dem Krieg gegen die „Alten“ verantwortlich.“ „Du warst einer der „Ersten“! Du bist mit dem Universum entstanden! Wieso kennst du dann eigentlich nicht alles was es gibt?“ „Hey, ich bin in einen Menschenkörper verbannt worden, in diese mickrigen Gehirne passt doch nichts rein. Alles was ich noch weis ist, wer ich war und warum ich so bestraft wurde. Und deshalb brauch ich ja den Phoenix, schließlich will ich wieder ein Gott werden!“

„Hier ist der Bericht!“ Brisot überreichte Seevi eine CD, die er sofort einlegte: „Mal sehen, die Triebwerke wurden innerhalb der drei Stunden für eine Stunde ausgeschaltet und in der restlichen Zeit verstärkt eingesetzt um die verlorene Zeit wieder einzuholen. Eine Stunde würde für ein Dockungsmanöver im Raum ausreichen, aber normalerweise müsste man den Kurskorrekturen durchführen, zumindest um die Geschwindigkeit zu drosseln. Ansonsten wäre es zu gefährlich anzudocken, die Schiffe könnten sich verharken und sich gegenseitig zerstören.“ Der Kapitän überlegte rasch und schien gerade zu schockiert von seinem Gedanken: „Wenn sie die Manövriertriebwerke benutzt hätten, dann würde es keine Aufzeichnungen geben, weil die nicht als Kurskorrektur gelten.“ „Warum nicht?“ „Es handelt sich dabei um rein mechanische Systeme, damit die bei einem Ausfall der Haupttriebwerke oder bei einem Stromausfall noch funktionieren.“ „Gut, wir wissen jetzt, dass da was passiert ist, aber wieso wissen sie nichts davon?“ „Ich weis nicht, aber existieren nicht Methoden und Chemikalien, die einem das Gedächtnis auslöschen können.“ Brisot kam auf die Antwort: „Die haben sich bei ihnen gemeldet und ihnen befohlen nur mit Manövriertriebwerken anzudocken. Dann kamen die an Bord und löschten die Berichte und ihr Gedächtnis aus.“ Der Kapitän sah etwas ungläubig aus und fragte: „Aber wer sind denn DIE?“ Seevi lehnte sich etwas in seinem Sessel zurück und antwortete auf die Frage: „Keine Ahnung, aber wir kennen zumindest einen von ihnen: Azmodan. Und ihn werden wir wohl besuchen müssen, wenn wir mehr erfahren wollen!“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:45 
11.Wahrheit tut weh

Wahrheit tut weh

Im schwachen Schein einer alten Lampe las Seisuke den letzten Bericht über die Kämpfe an der Medaron-Grenze. Horny und Misel lehnten sich an die gegenüberliegende Wand und starrten auf Seisuke’s besorgtes Gesicht. „Wie viele haben wir verloren?“ fragte schließlich Horny. Seisuke sah von dem Bericht auf, Horny kurz in die Augen und dann wieder auf das Datenblatt in seinen Händen. Er suchte sich schnell die Zahlen zu Recht und antwortete: „347 Piloten und Flugzeugbesatzungen. 2091 Bodenpersonal. 764 Vermisste. Die meisten von ihnen waren in den zerstörten Türmen. Wahrscheinlich sind sie alle tot. Die Gesamtverluste betragen damit 3202 Männer und Frauen in 3 angegriffenen Kolonien.“ „Krieg ist scheiße!“ entrüstete sich Misel und Seisuke erwiderte: „Auf jeden Fall und es werden noch mehr sterben bis wir ihn beenden können. Unsere Bodentruppen sind jetzt in Position und warten auf ihre Befehle. Schon bald werden wir mit dem Inquisitor einen koordinierten Angriff auf eine der größeren Medaron Städte führen. Wenn wir diese Stadt einnehmen, haben wir den perfekten Ausgangspunkt für Vorstöße in das Herz von Medaron, die alten Städte der Praios.“ Misel bewegte sich auf den Mittelpunkt des Raumes zu und sagte: „Klingt gut, aber ich kann kaum noch gerade stehen. Ich glaube, es ist besser wenn ich jetzt etwas schlafen gehe. Dann Gute Nacht miteinander.“ Sie drehte sich um und verließ den Raum, langsam genug um noch Seisuke und Horny „Nacht“ sagen zu hören.
Nach einigen Minuten stand sie vor ihrem Zimmer und schloss die Tür auf. Das Zimmer wäre in einem Hotel wohl der Mittelklasse zugeordnet worden. Es bestand aus einem größeren Raum mit einem Mittelbett, einem Tisch, einem Standard-Computer, sowie einem Schrank mit eingebautem kleinem Kühlschrank. Eine Tür führte in ein eher kleines, aber gut ausgestattetes Bad und ein Fenster zeigte zwei untergehende Sonnen, mittlerweile war es ihr egal geworden, ob die Aussicht echt war oder doch nur ein Hologramm. Misel schloss die Tür, ging auf das Bett zu und war dabei sich auszuziehen, als sie einen Brief auf dem Tisch bemerkte. Es gab keinen Absender darauf und er lies sich problemlos öffnen. Sie zog einen Zettel aus dem Umschlag und schaltete dann eine kleine Lampe an. Sie war schockiert, wusste aber nicht ob sie es über den Inhalt oder darüber war, dass jemand offensichtlich unbegrenzten Zugang zu ihrem Zimmer hatte. Mehrmals las sie sich diese vier Worte vor und konnte es doch nicht richtig glauben. Auf dem Zettel stand: „Traue nicht dem Prätor!“

Horizonte saß am Schreibtisch in seinem Büro und blickte erwartungsvoll den ihm gegenüber sitzenden Wissenschaftler an. Neben diesem wartete Sir_Martin ebenfalls auf einige Antworten. „Was haben sie herausgefunden?“ fragte Horizonte den Wissenschaftler. „Der Sarg ist etwa 30.000 Jahre jünger als die Leiche und die ist eindeutig ein Mensch, aber auf dem evolutionären Stand der heutigen Menschheit. Weiterhin haben wir bei den DNS-Analysen einige seltsame Anomalien entdeckt. In einigen gut erhaltenen Zellen konnten wir eine detaillierte Analyse der DNS vornehmen. Das Genom dieses Menschen ist absolut fehlerfrei, keine Mutationen, keine Gen-Defekte. Es ist die reine, menschliche DNS.“ „Reiner Mensch? Das klingt wie in dem Sindelfingen-Dokument.“ „Auf diese Idee sind wir ebenfalls gekommen.“ „Sindelfingen bei Stuttgart?“ fragte Sir_Martin und Horizonte antwortete: „Ja genau dort.“ Er schloss einen kleinen Safe auf und holte ein Blatt Papier heraus. „Das hier ist die Abschrift eines uralten Dokuments, das 1938 bei Sindelfingen von der SS gefunden wurde. Die Nazis gingen bei den Worten ‚reiner Mensch’ natürlich von sich selbst aus.“ „Und warum hab ich noch nie davon gehört?“ „1945 haben die Amerikaner es in die Hände bekommen, legten es gegen die Kommunisten aus und suchten wie die Nazis besessen nach weiteren Relikten, die irgendwie im Zusammenhang mit diesem Dokument stehen. 1947 fanden sie in New Mexiko einige interessante Steinplatten.“ „Ist da nicht ein Raumschiff abgestürzt?“ „Das hat man erzählt um den archäologischen Fund zu geheim zu halten.“ „Was steht denn in diesen Texten?“ „Das kommt auf die Auslegung an, sie sind in einer unbekannten Sprache verfasst und so gibt es keine unmissverständliche Übersetzung. Die Nazis sahen darin den Beweis für ihren Anspruch als Herrenrasse, die Amerikaner als Beweis für die Überlegenheit des Kapitalismus über den Kommunismus. Wir sehen darin den Bauplan für die Menschheit. Mutationen sind erst durch Interaktionen mit der Umwelt entstanden, z.B. durch Strahlung oder Anpassung. Diese kleinen Unterschiede konnte niemand genau vorher sehen, aber offenbar war den Ersten klar, wie die dominante Spezies aussehen würde, die sich in den Weltraum vorwagt.“

„Wir müssen uns beeilen, die Stadtführerin wartet nicht ewig!“ belehrte Seevi Brisot und jener fragte darauf: „Sollte es nicht geheim bleiben, dass wir hier sind?“ „Mit einer Stadtführung sehen wir wie normale Touristen aus und so kommen wir auch ins Rathaus rein.“ „Ach so, wir verstecken uns in der Masse.“ „Stimmt, da ist sie ja auch schon.“ Seevi schritt auf die Frau zu und begrüßte sie: „Guten Tag, wir haben die Führung gebucht.“ „Dann sind sie also die Herren Seevi und Brisot. Wir beginnen die Führung gleich hier am Flughafen. Er wurde vor 8 Jahren erbaut und vor 3 Jahren um zwei Terminals erweitert.“ „Aha.“ Sagten Seevi und Brisot gelangweilt gleichzeitig.


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:46 
Misel wartete bereits in Seisuke’s Zimmer, als dieser es betrat. „Ist irgendetwas?“ fragte er sie. „Wo warst du denn, ich warte schon ne Stunde.“ „Ich war bei meiner Selbsthilfegruppe.“ „Schon wieder?“ „Intensive Behandlung.“ „Was war denn heute los?“ „Nun, ich hab der Therapeutin mitgeteilt, dass ich nun Verteidigungsminister bei der Light Company bin und ich hätte daran gedacht diese Akademiker, die mein Schiff gestohlen hatten, an die vorderste Front zu bringen und ihnen eine Selbstmordmission aufzutragen.“ „Wirklich, was hat sie denn darauf gemeint.“ „Sie hat mich gesagt, dass mich mein Gewissen daran hindern würde, da sagte ich zu ihr, dass ich das auch wissen würde. Ich wollte doch nur wissen wie ich mein Gewissen in diesem Punkt ausschalten könnte.“ „Und was hat sie dann gemacht?“ „Sie hat mich rausgeworfen, ich soll erst wiederkommen, wenn ich das Problem mit den Akademikern überwunden hätte. Dabei sollte die mir doch helfen das zu tun. Aber was willst du eigentlich hier?“ „Ich hab was in meinem Zimmer gefunden.“
Seisuke las sich den Zettel durch, den Misel ihm aus ihrem Zimmer mitgebracht hatte. „Meinst du das ist war?“ fragte er sie. „Wieso nicht? Warum sollte sich jemand die Mühe machen, meinen Schlüssel zu kopieren und dann nur einen solchen Zettel zu hinterlassen.“ „Hast du den Brief auf Fingerabdrücke untersucht?“ „Nein, seh’ ich aus wie jemand der das könnte?“ „Ich hab damit schon etwas Erfahrung.“ Seisuke öffnete eine Schublade und holte einen Handscanner heraus. „Das hier ist eine glatte Fläche, du drückst mal deine Finger darauf und dann nehme ich deine Fingerabdrücke, meine sind bereits darin gespeichert.“ „Woher hast du denn den Scanner?“ „Ich hatte gehofft mein Raumschiff bergen und diese Akademiker hinter Gitter bringen zu können.“ „Und dafür hättest ihre Fingerabdrücke gebraucht.“ „Genau, aber es kam ja nie dazu, die haben mein Schiff vollkommen auseinander genommen.“ Misel drückte ihre Fingerspitzen stark auf den Tisch. „OK, das reicht Misel. Ich scanne jetzt den Tisch und danach den Brief. Dann werden wir wissen, ob sich auch andere Fingerabdrücke darauf befinden.“

Seevi und Brisot folgten weiterhin der Führerin. Man betrat ein Viertel, in welchem laut der Führerin der Abschaum der Light Company leben sollte. Es standen zwei Männer auf der Straße und stritten sich. Der eine schrie: „Sean Connery war viel besser!“ und der andere: „Nein, Roger Moore.“ Plötzlich zog der erste eine Pistole und erschoss den anderen. „Worum haben die sich den gestritten?“ fragte Seevi die Führerin. „Ach, das ging um die Frage, wer der bessere Bond-Darsteller war.“ „Und warum erschießen die sich hier?“ „Ich hab doch gesagt, dass hier nur der Abschaum lebt mit denen niemand sonst leben will, Bondfans, Soap-Darsteller, die Produzenten von Sex & the City und natürlich viele Engländer.“ „Warum denn die?“ „Nun, die meinten, dass sie die Angelegenheiten und Probleme der anderen Nationalitäten nichts anginge, also hat man sie einfach hier her gebracht, schließlich war hier noch ne Menge Platz.“

„Es gibt keine weiteren Fingerabdrücke, weder auf dem Zettel, noch auf dem Umschlag.“ Teilte Seisuke Misel mit. Er fuhr fort: „Weist du, mir ist nachdem du aus meinem Büro gegangen bist etwas Merkwürdiges aufgefallen. Wir haben 11 Medaron-Piloten gefangen nehmen können. Doch im Abschlussbericht tauchen diese 11 nicht mehr auf und es gibt niemanden, der weis wo die jetzt sind.“ Misel dachte nach, Horizonte war offenbar in etwas verstrickt, aber was und wie kam sie an die Informationen? „Was machen wir jetzt?“ fragte Seisuke Misel. „Wenn wir was rauskriegen wollen, müssen wir Horizonte näher unter die Lupe nehmen.“ „Und wie?“ „Wir sehen uns mal in seinem Büro um.“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:47 
Endlich hatten Seevi und Brisot das Rathaus erreicht, da sprach Brisot die Führerin an: „Es jetzt schon recht spät, die zweite Sonne ist ja schon fast ganz unter gegangen. Wir sollten die Führung hier abbrechen. Ich danke ihnen für ihre Zeit, das Geld haben sie bereits erhalten, also dann auf Wiedersehen.“ „Tschüß.“ Entgegnete die Führerin, als sie sich entfernte. „So uns was jetzt?“ fragte Brisot Seevi. „Wir gehen rein und versuchen erst mal in deren Archiv irgendwelche Beweise zu finden und dann stellen wir Azmodan zur Rede.“
Beide schlichen sich an einigen Leuten in der Eingangshalle vorbei und betrachteten einen Lageplan. Es war nicht weit bis zum Archiv und auch nicht besonders schwer am Bibliothekar vorbei zu kommen, denn der war mindestens 70 und eingeschlafen.
„OK, Brisot, ich suche die Akten von A bis M durch und sie nehmen sich den Rest vor.“

Misel und Seisuke liefen gerade den Gang zu Horizonte’s Büro entlang, als Seisuke etwas Wichtiges einfiel: „Hat er denn keine Kameras in seinem Büro?“ „Schon, aber wir können die Übertragung mit diesem Gerät hier stören.“ Sie holte ein etwa Zigarettenschachtelgroßes Funkgerät aus der Tasche. Seisuke fragte: „Woher hast du denn so was?“ „Hat mein Bruder gebastelt, eigentlich um mich zu ärgern.“ „Du hast einen Bruder?“ „Ja.“ „Wie heißt er denn?“ „Das willst du gar nicht wissen!“
Dann standen sie vor dem Büro und Misel befahl Seisuke: „Du hältst hier draußen Wache und klopfst wenn jemand kommt, dann verstecken wir uns in dem Zimmer gegenüber, da kann man auch durch die Luftschächte verschwinden, wenn es sein muss.“ Sie knackte das Schloss und betrat das Büro.

„Ich habe hier was, Brisot. Es existieren verschiedene Baupläne des Gebäudes. In allen Plänen vor der Ankunft von Azmodan gibt es einen kleinen Raum, wahrscheinlich eine Abstellkammer. Doch in den neueren ist er weg.“ „Vielleicht haben die einen Raum erweitert, also die Wand einfach eingerissen.“ „Kann sein, jedoch haben alle anderen Räume noch dieselben Maße. Der Raum liegt an einem Gang, und jetzt ist die eine Seite des Ganges zwei Meter länger als die andere. Entweder ist der Plan hier falsch oder jemand will diesen Raum geheim halten. Wir sollten uns das mal ansehen!“

Nachdem sie die Unterlagen auf dem Schreibtisch überflogen hatte, entdeckte sie einen kleinen Safe. Schlösserknacken war für Misel schon lange kein Problem mehr gewesen und auch dieser Safe würde hier nur einige Minuten widerstehen können.
Seisuke lief nervös vor der geschlossenen Tür auf und ab. Mehrmals hatte er schon laut Misel aufgefordert sich zu beeilen. Die Tür zum Büro lag so an einer Biegung, dass er zwar die Leute sehen konnte, die den Gang heraufkamen, die konnten jedoch die Tür selbst nicht erkennen. Plötzlich tauchte Horizonte mit zwei Prätorianern auf. Schnell lief Seisuke zur Tür und klopfte laut. Doch Misel kam nicht heraus. Er versuchte die Tür zu öffnen, aber es ging nicht, da klopfte er noch einmal härter an die Tür, aber wieder passierte nichts. Als Horizonte das Büro schon fast erreicht hatte, versteckte sich Seisuke schnell in dem Zimmer gegenüber.
Mit einer Chipkarte öffnete Horizonte die Bürotür und trat ein.

Es hing ein größeres Bild an der Stelle, wo sich die Tür zu dem ominösen Raum befinden müsste. Seevi tastete das Bild ab und fand eine Vertiefung, in die er seinen Daumen drückte. Mit einem Knacken öffnete sich eine Tür und dahinter befand sich ein Server. Seevi wollte gerade etwas zu Brisot sagen, als er den Lauf einer Waffe an seiner Schläfe spürte.

„Was suchst du hier Misel?“ fragte Horizonte die überraschte Misel. „Wenn du dich um Seisuke sorgst, ihm geht es gut, er ist im Nebenraum.“ „Er hat gar nicht geklopft.“ „Hat er schon, aber der Raum ist schallisoliert.“ „Wie rufst du dann jemanden rein?“ „Es gibt ne Gegensprechanlage, aber die hast du genauso ausgeschaltet wie du das mit den Kameras gemacht hast. Aber noch mal, was willst du hier?“ „Ich habe einen Bericht über die Defensivstrategien des Medaron gesucht.“ „Und da brichst du in mein Büro ein?“ „Ich wollte dich nicht wegen so `ner stören.“ „Soll ich lachen?“ „Also gut, was ist Phoenix? Und streite es nicht ab, in deinem Safe steht auf allen Dokumenten ‚Phoenix’ drauf.“ „Ich muss mich echt mal bei dem Hersteller von dem Safe beschweren, die haben mir versichert, dass das Schloss niemand knacken könnte. Das Schloss in der Tür hat dagegen ausgezeichnet funktioniert, denn wenn man es mit der falschen Codekarte öffnet, dann schließt es den Eindringling drinnen ein.“ „Lenk nicht ab, was ist Phoenix? Arbeitest du für die, arbeiten sie für dich?“ Horizonte zog eine Pistole, richtete sie auf Misel und sprach zu ihr: „Du hättest niemals diese Dokumente lesen dürfen.“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:47 
12. Entscheidungen

Entscheidungen

Misel blickte zuerst auf die Waffe und dann in Horizonte’s Gesicht. „Du kannst mich nicht erschießen oder?“ „Sei dir da mal nicht so sicher. Aber es gibt noch andere Auswege, wir könnten dein Kurzzeitgedächtnis löschen. Da wir aber nicht wissen wie lange du schon vom Phoenix weist, müssten wir auch an das Langzeitgedächtnis ran und das ist gefährlich. Bei rund fünf Prozent treten Komplikationen auf.“ „Was für Komplikationen?“ „Diese armen Schweine hatten nach der Behandlung den IQ eines Stabsaugerbeutels. Man könnte dich aber auch einsperren bis die ganze Sache erledigt ist, aber das kann noch Jahrzehnte dauern und ich weis nicht wie vielen du außer Seisuke noch vom Phoenix erzählt hast.“ „Beschissene Situation, für uns beide!“ „Da hast du recht, aber wenn du nicht gegen die Wölfe ankommst, dann heule mit ihnen. Ich könnte dich rekrutieren.“ „Ich soll für den Phoenix arbeiten, ich hab ja gar keine Ahnung was es eigentlich ist und warum sollte ich das denn tun, Strelo?“ „Weil ich sonst die Gedächtnislöschung beantrage.“ „Das ist ein natürlich guter Grund, aber du musst mir schon sagen seid ihr Böse oder Gute?“ „Das ist eine ziemlich schwarz-weiße Sicht der Welt, aber soviel kann ich dir schon jetzt sagen, der Phoenix will die Menschheit retten.“

Seevi drehte den Kopf und konnte so den Schützen erkennen. Er sprach ihn an: „Brisot, ich dachte wir wären Kollegen und Freunde.“ „Das sind wir ja auch, ansonsten wären sie bereits tot!“ „Aber warum tun sie das hier?“ „Stehen sie auf, meine Intentionen gehen sie nichts an. Los auf!“ Seevi stand auf und drehte sich Brisot vollends zu. „So und was jetzt, Brisot?“ „Nun werden sie Azmodan kennen lernen.“ „Ich freu mich schon drauf.“

„Der erste Beweis, ob du wirklich mit uns zusammen arbeiten wirst, wird sein, dass du mir verrätst seit wann du vom Phoenix weist und wie du davon erfahren hast.“ Fragte Horizonte und Misel antwortete: „Ich habe vor ein paar Stunden einen Brief in meinem Zimmer gefunden und der wies darauf hin, dass man dir nicht trauen kann.“ „Interessant, wem hast du davon erzählt?“ „Nur Seisuke und dir.“ „OK, solltest du lügen, werden wir dein Gedächtnis löschen.“ „Das brauchst du nicht ständig zu betonen.“ „Entschuldigung, aber ich geh hier ein großes Risiko ein. Es könnte sein, dass man mich bestraft, wenn du uns verrätst.“ „Dann liegt dein Leben in meiner Hand, oder?“ „Und deines in meiner.“

Die Tür öffnete sich und ein Mann trat herein. Brisot stand mit der Waffe in der Hand neben Seevi, welcher auf einem Stuhl saß und von zwei weiteren Wachen beobachtet wurde. Der Mann sprach Brisot an: „Ich hoffe sie werden es mir nicht übel nehmen, wenn ich jetzt sage, dass ich mich nicht gerade freuen sie zu sehen, Brisot.“ Brisot lächelte etwas und antwortete: „Das konnte ich mir denken, aber ich bin ja nicht aus Spaß hier, General Azmodan.“ „General?“ fragte Seevi und Brisot erwiderte: „Genau, General Major der Europäischen Streitkräfte.“ Azmodan ging einen Schritt auf Seevi zu und sagte: „Sie waren wohl zu neugierig.“

Misel schaute dem Prätorianer nach, bis sich die Tür hinter ihm schloss. „Er wird uns jetzt die Videoaufnahmen aus deinem Zimmer der letzten 24 Stunden besorgen.“ Erklärte Horizonte und Misel fragte entsetzt: „Da gibt es Kameras?“ „Ja, aber keine Sorge, die Aufnahmen sieht sich normalerweise niemand an. Die Kameras sind für den Fall installiert worden, dass irgendwann einem unserer Gäste mal etwas vom Personal gestohlen wird. Das einzige was regelmäßig kontrolliert wird, sind die Zugriffe auf diese Aufnahmen. Man kann dann herausfinden, wer, wann und was gesehen hat.“ „Das ist ja beruhigend.“ Antwortete sie sarkastische und setzte fort: „Eben hab ich dir eine wichtige Information gegeben, jetzt bist du an der Reihe.“ „Du willst wissen, was Phoenix ist und was wir wollen. Das ist eine lange Geschichte.“ „Ich hab Zeit.“ „Also gut. Vor knapp 35 Jahren war auf der Erde ersichtlich, dass sich die Atmosphäre veränderte und zwar so, dass in etwa 150 Jahren die Erde unbewohnbar sein würde. Um dem entgegen zu wirken, erschufen die westlichen Mächte das Phoenix Projekt. Tatsächlich machten wir große Fortschritte, aber wir mussten leider ebenso schnell feststellen, dass wir ohne Hilfe von außerhalb der Erde, niemals rechtzeitig fertig würden. Das war vor ungefähr 10 Jahren, damals wurde ich für den Phoenix rekrutiert. Weil eine riesige Panik der Weltbevölkerung bevor stand, unterstellten uns sämtliche Nationen der Erde ihre wissenschaftlichen, militärischen und geheimdienstlichen Ressourcen. In einigen Unterlagen der CIA war die Rede von präantiken Dokumenten, die Informationen über DNS-Sequenzen und eine Raumverzerrungstechnik enthielten. Dadurch konnten wir die ersten Warptriebwerke entwickeln und eine Besiedlung der umliegenden Sonnensysteme beginnen. Vor etwa 5 Jahren kam ich dann auf Erde2 an. Dieser Planet war als offizieller Ausweichplanet für die Menschheit gedacht. Was niemand weis, zuerst war es ein Planet im Centauri-System der für Besiedlung eingeplant war, vor allem weil er viel näher an der Erde lag. Jedoch entdeckten die ersten Späher einen Stützpunkt einer außerirdischen Spezies auf dem Jupitermond Europa. Er war gut versteckt und er wurde erst enttarnt, als Menschen auf dem Mond landeten. Der Stützpunkt selbst war schon seit Milliarden Jahren verlassen, aber man konnte einige Daten aus dem Computerspeicher retten. Darin war vom Kampf der Ersten gegen die Alten und von einem weiteren Stützpunkt im Centauri-System die Rede. Beinahe die gesamte Raumflotte des Phoenix flog dieses System an und traf dabei auf die Alten. Ohne große Verluste wurde der Stützpunkt erobert und wir erkannten, dass die Alten die Technologie der Ersten übernommen hatten und dass in dieser Technologie die Lösung auf das Atmosphärenproblem der Erde liegt. Seitdem suchen wir wie verrückt nach Überresten dieser Technologie, auch hier auf Erde2.“ „Erste und Alte was sind denn das für Typen?“ fragte Misel Horizonte. „Die Ersten entstanden mit dem Universum. Sie sind reine Energie und waren allein. Nach etwa einer Milliarde Jahre langweilten sie sich, denn sie kannten ihr totes Universum in und auswendig. Ihre besten Wissenschaftler erfanden nach Jahrmillionen die DNS und hauchten so das erste Leben in das Universum. Die erste intelligente Spezies die sie erschufen war eine reptilienartige Lebensform, die Alten. Einige Millionen Jahre lebten beide Spezies friedlich neben einander her, doch dann wurden die Alten neidisch auf die Ersten, weil die unsterblich waren und sie selbst nicht. Die Alten wollten die Technologie der Ersten verwenden, um den Tod zu besiegen, doch die Ersten wollten verhindern und so begann der Krieg. Es gab jedoch Probleme, denn die Ersten konnten nicht sterben und die Alten konnten sich so schnell reproduzieren, dass die Ersten sie nicht schnell genug vernichten konnten. Irgendwann sahen beide Spezies ein, dass auf diese Weise keine Entscheidung erzielt werden könne. Man einigte sich auf einige Regeln in diesem Krieg. Erstens die Hauptkriegslast sollten genetische Stellvertreterspezies führen, zweitens die Ersten durften sich auf Grund ihrer Unsterblichkeit nicht direkt einmischen, sondern durften nur eine Beraterfunktion einnehmen und drittens galt der Krieg erst dann als beendet, wenn das gesamte Universum unter der Kontrolle der Stellvertreter einer Seite ist. Im Übrigen gehören wir Menschen zum neuesten Geniestreich der Ersten - Säugetiere.“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:48 
„Wem haben sie von ihren Nachforschungen erzählt?“ fragte Azmodan Seevi. „Außer mir hat er niemandem davon berichtet, da bin ich mir sicher.“ Kam Brisot Seevi zuvor. Azmodan sah Brisot an, ging auf seinen Schreibtisch zu, drückte auf einen Knopf und sprach leise etwas in ein kleines Mikrophon. Währenddessen betrachtete Seevi Brisot und fragte ihn: „Seit wann arbeiten sie für die?“ „Das braucht sie nicht zu interessieren. In ein paar Stunden wird wieder alles in Ordnung sein.“ „Was, wie soll denn alles wieder gut werden?“

„Lassen sie die Aufzeichnung ab hier laufen.“ Teilte Horizonte dem Prätorianer mit. Misel saß neben den beiden und beobachtete gespannt den Bildschirm, der eine Aufnahme ihres Zimmers zeigte. „So hier das bist du um 8:30 Uhr, Misel. Du gehst ins Bad, keine Angst die Kamera dort drin brauchen wir nicht.“ „Ich würde dich auch umbringen wenn, du, … scheiße!“ „Warum läufst du denn nackt durch den Raum?“ „Ich wollt da gerade noch was holen bevor ich dusche. Komm schon, spul endlich vor.“ „OK, jetzt verlässt du das Zimmer zur Lagebesprechung und nur ein paar Minuten später tritt unser unbekannter Briefträger auf. Gleichen sie das Bild mit unserer Datenbank ab, Leutnant.“ Plötzlich tauchte neben dem Videobild eine Akte auf. Horizonte las sich die Daten schnell durch, drehte sich zu Misel und berichtete: „Der Kerl arbeitet in der Küche als Hilfskoch, der dürfte eigentlich vom Phoenix-Projekt gar nichts wissen.“ „Ach es ist nicht so schwer wie alle denken, was darüber zu erfahren.“ Warf Misel einem wenig amüsierten Horizonte an den Kopf.

„Beginnen sie mit der Implantation des neuralen Unterdrückers.“ Befahl der Mann in dem weißen Kittel einer Frau, die ebenfalls in weiß gekleidet war. Die Frau nahm ein Skalpell in die Hand und streckte es Seevi entgegen. Er wollte sich wehren, doch er konnte sich nicht bewegen, irgendetwas hielt ihn fest. Das Skalpell kam immer näher und als es seinen Kopf erreicht hätte, war es weg. Alles war weg, alles war schwarz.
Da wachte Seevi auf. Er war in seinem Bett in seiner Wohnung in Tharkad. Noch müde stand er auf, ging ins Bad und drehte dort den Wasserhahn auf. Mit seinen Händen befeuchtete er sein Gesicht, blickt in den Spiegel und sagte zu sich selbst: „Was für ein seltsamer Traum.“

Horizonte und Misel schritten den Gang entlang und entfernten sich von Horizontes Büro. „Wir werden uns jetzt mit dem ‚Briefträger’ unterhalten!“ teilte Horizonte Misel mit und Misel nutzte das Gespräch für eine Feststellung: „Ich bring dich um, wenn du irgendjemanden davon erzählst, dass du mich nackt gesehen hast.“ „Wer war nackt?“ erklang es neben ihnen. Es war Seisuke, der im Halbdunkeln eines Nebenganges stand. „Natürlich Pando, wer denn sonst!“ entgegnete eine verlegene Misel und Horizonte warf schnell ein: „Gott Seisuke, du stinkst ja wie verrückt.“ „Daran bist nur du schuld, Horizonte. Deine beiden Bulldoggen von Prätorianer haben mich ja nicht aus dem Nebenzimmer gelassen, also bin ich in einen Lüftungsschacht geklettert. Doch es war gar kein Lüftungsschacht, es war Zugangsrohr zu einer Kläranlage. Nun ich konnte mich nicht mehr halten und bin ein Klärbecken gefallen. Aber nun zu dir, Prätor. Wie erklärst du denn den Brief den wir erhalten haben?“ „Oh, dass war eine List von Medaron, die haben ihre Spione überall und wollen in der Light Company Zwiespalt stiften. So und nun wäscht du dich am besten.“ „ist ja schon gut, hatte ich ja auch vor.“
Schnell entfernten sich Misel und Horizonte von Seisuke. Misel fragte dabei: „Meinst du wirklich, dass er von Medaron kam?“ „Nicht wirklich, das ist viel zu subtil. Das Medaron spaltet lieber ein paar Köpfe als etwas zu sabotieren.“
Beide erreichten einen Verhörraum, der ‚Briefträger’ war schon dort und wurde von zwei Prätorianern gefoltert. „Muss das so brutal sein?“ kritisierte Misel. „Wir haben nicht die Zeit für lange Verhöre, also muss ihm etwas nachgeholfen werden.“ Misel war bei weitem nicht davon überzeugt, aber Horizonte hielt sich nicht lange mit ihr auf und ging auf den ‚Briefträger’ zu. „Sie sind also Conrad Jones, sie arbeiten seit drei Jahren hier in Vorgon City als Hilfskoch und sie haben heute einen Brief zugestellt, der brisantes zu Tage fördern sollte. Also für wen arbeiten sie.“ Jones spuckte etwas Blut und schrie: „Nein, ich habe das nicht getan, ich weis nicht was ihr wollt.“ Ein Prätorianer kam näher und hielt fünf Spritzen in der Hand. Horizonte betrachtete die Spritzen und dann Jones. „Sie kennen vielleicht diese Foltermethode schon, die Schlangen haben sie entwickelt und bei vielen menschlichen Gefangenen angewandt. Sie heißt übersetzt „die fünf Tode“ und es handelt sich dabei um fünf Injektionen mit je einem anderen Nervengift. Die Schmerzen werden exponential zunehmen und ich bin sicher, dass sie Bilder von den Leichen, die die fünfte Injektion erhielten, gesehen haben.“ Jones schaute verängstigt auf die Spritzen und gestand dann: „OK, ich habe den Brief in ihr Zimmer getan, ich wusste nicht was daran war, man hatte mir verboten hinein zu sehen.“ „Für wen arbeitest du?“ „Für das PAX-Konkordat!“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:49 
13. Neue Fronten - Teil 1

Neue Fronten – Teil 1

„Das PAX?“, fragte Misel ungläubig, „Das sind doch nur Händler, absolut friedlich. Was wollen die denn?“ Horizonte drehte sich zu Misel um und antwortete auf ihre Frage: „Das PAX strebt die komplette Vernichtung des Phoenix an.“ „Ich weis nicht, das klingt nicht sehr logisch, das sind Menschen und wenn die vom Phoenix wissen, werden die doch nicht verhindern wollen, dass man die Erde rettet. Woher wissen die denn überhaupt vom Phoenix-Projekt?“ „Von mir.“ „Von dir? Was soll’n das bedeuten? Warte mal ich hab’s, ihr habt das PAX geschaffen – oder?“ „Richtig, wir dachten, dass das PAX der beste Weg war gewisse Finanzielle Probleme aus der Welt zu schaffen, doch das Konkordat war einfach zu erfolgreich.“ „Zu erfolgreich, klingt doch eigentlich gut.“ „Nun irgendjemand musste das PAX ja leiten und Geld und Macht verderben den Charakter. Ehemals gute Freunde, die ich rekrutiert hatte, hinterzogen Geld und wurden schließlich erwischt. Wir wollten sie absetzen, doch die bekamen Wind davon, trennten sich von uns und töteten dabei dutzende unserer besten Agenten.“ „Deshalb wollten die sich an dir rächen?“ „Nein, die wollen wirklich verhindern, dass der Phoenix Erfolg hat, weil dann ein Krieg gegen die Alten und die Ersten ausbrechen würde und dieser Planet wäre einer der Austragungsorte. Egal wie dieser Konflikt ausgeht, an Handeln und Geld scheffeln ist dann nicht mehr zu denken.“ „Wissen denn die offiziellen Vertreter vom PAX etwas darüber?“ „Das weis ich nicht genau, aber es geht dort wie bei der Mafia zu, Vertrauen ist alles. Wer enttäuscht stirbt und erst die Mächtigsten unter ihnen wissen über alles bescheid.“ „Wir sollten jetzt gehen, das Meeting beginnt gleich.“ „Gut geh schon mal vor, dann schöpfen die weniger Verdacht.“ Misel verlies den Raum und Horizonte befahl einem der Prätorianer: „Tötet ihn und schickt seinen Kopf an unsere „Freunde“ beim PAX.“ Jones schrie los, was der Prätorianer durch einen Schlag beendete. Sich dir Hand reibend, fragte er Horizonte: „Prätor, was sollen dem Rest machen?“ „Verbrennt ihn.“

„Und wir war die Reise nach Elysium, Kommissar Seevi?“ begrüßte Polizeimeister Heyrich Seevi. Jener hängte seine Jacke auf und wollte gerade seine Uniform aus dem Schrank holen, als er Heyrich bemerkte. „Es war schön, denke ich.“ „Denken Sie? Sie sollten das schon wissen, so einen Wochenend-Urlaub bekommt man nicht alle Tage und schon gar nicht in Kriegszeiten!“ „Das Problem ist, ich kann mich zwar erinnern, dass ich dort war, in einem Hotel geschlafen habe und wieder abgereist bin. Aber es fehlen alle Details, was ich gegessen habe, ob ich Menschen traf oder etwas besichtigte. Alles ist weg, als wäre nie etwas geschehen.“ Brisot stand neben Seevi als dieser sprach. Er beeilte sich beim Anziehen und ging schnell auf die Toilette. Dort angekommen schloss er sich in einem Abteil ein, zog ein Handy heraus und wählte die Nummer. Er hob es ans Ohr und hörte eine Frauenstimme: „Verschlüsselung aktivieren.“ Ein Knirschen bestätigte die Aktivierung der Verschlüsselung und eine Männerstimme ertönte: „Hier Rodamar.“ Brisot antwortete leise: „Doktor, wir haben hier ein Problem!“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:50 
Seisuke stand an einem Monitor, der einen großen Teil der Wand füllte. Darauf war eine Karte dargestellt und Seisuke tippte mit einem Stab darauf. Die Karte veränderte sich und er erklärte den Anwesenden, die am Konferenztisch saßen und gespannt zuhörten, die Lage: „Wir konnten in den letzten 48 Stunden zusätzliche Reserven mobilisieren und damit die Bodenoffensive des Medaron stoppen. Das einzige Problem jetzt noch sind die Langstreckenbomber, die tiefer in unser Territorium eindringen als je zuvor. Die Schlangen versuchen so eine Offensive unsererseits im Keim zu ersticken. Um diese Hürde zu umgehen werden wir nicht frontal durchbrechen, sondern über die östliche Flanke angreifen.“ Horny räusperte sich und fragte schließlich: „Wer ist der verantwortliche Kommandeur?“ „General Azmodan. Ihm unterstehen die dritte und die siebte Armee. Von Elysium aus wird er morgen um 07:00 die größeren Städte in der Chakun-Region umgehen und kann dann den Medaron-Truppen in den Rücken fallen.“ Caedis rückte seinen Stuhl zurecht, sah Seisuke an und bemerkte: „Wie sieht es denn mit Luftunterstützung aus?“ Seisuke tippte wieder mit dem Stab auf einen Teil der Karte und diese zeigte daraufhin einen größeren Ausschnitt. Er sah wieder zu den anderen und sagte: „Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, benötigen wir unsere Jäger um uns vor den feindlichen Bombern zu schützen, ohne den Begleitschutz durch die Jäger nützen uns unsere Bomber aber nichts. Deshalb bleiben uns nur noch die Flugzeuge vom Inquisitor. Er wird mehrere Angriffe fliegen und so die feindlichen Luftüberlegenheitsjäger und Kampfbomber binden können. Noch Fragen? Nein, dann beenden wir jetzt das Meeting.“
Die Anwesenden verließen nach und nach das Büro. Nur Misel blieb bei Seisuke zurück. Sie meinte: „Du machst das richtig gut.“ „Man kann nicht sich ständig über Akademikern mit einem Hang zur Kleptomanie beschweren, jedenfalls nicht wenn eine solche Verantwortung auf einem lastet.“

„Ich habe nicht die zeit um mich um solche Kleinigkeiten zu kümmern. Morgen werde ich eine Offensive durchführen, deren Ausgang über Sieg und Niederlage entscheiden könnte.“ Schrie Azmodan regelrecht in das Telefon. Brisot brauchte nicht lange zu überlegen um seine nächsten Worte zu formulieren: „Und wie soll ich mit dem Problem umgehen?“ Azmodan lehnte sich in seinem Sessel zurück und sprach: „Liquidieren sie ihn und jeden, der noch von dieser Sache weis!“ „Das könnte meine Tarnung auffliegen lassen!“ „Das ist ein Problem, um dass wir uns später kümmern können. Und Brisot wenn sie das hier versauen muss einen Spezialisten schicken und der wird das Problem lösen und dann gehören sie dazu!“ Brisot legte auf, diesen Spezialisten hatte er schon kennen gelernt. Er nannte sich Viruz und war der beste Profikiller auf Erde 2. Um ihm zu entgehen musste Brisot schnell handeln.

Stormlord lief mit ein paar Klempnern im Schlepptau einen Gang entlang. Er traf dabei vor dem Herren-WC auf Seisuke und Misel, die gerade auf dem Weg zur Kantine waren. Misel fragte: „Was ist denn los, Stormlord?“ „Das Abwassersystem hat irgendeinen Defekt, als ich die Spülung betätigt habe, hat es das Klo unter meinem Hintern weg gezogen.“ „Und dir ist nichts passiert?“ fragte Seisuke mehr amüsiert als besorgt. „Ja, ich konnte schnell genug nach vorne in Sicherheit springen. Nun, die Herren hier vom Sanitärendienst teilten mir mit, dass jemand offenbar ein paar Regler verstellt hat.“ Seisuke beugte sich zu Misel und sprach ihr leise ins Ohr: „Das könnte ich gewesen sein, als ich aus dem Klärbecken geklettert bin.“ Plötzlich unterbrach ihn ein Aufschrei und kurz danach trat Horizonte aus der Toilette. Er war überall mit einer Art Schlamm bedeckt. Um den anderen zuvor zukommen, sagte er: „Ich wollte mir noch dir Hände waschen, aber da kam kein richtiges Wasser aus dem Hahn und der Druck war so stark, dass es extrem umherspritzte.“ Seisuke revanchierte sich schnell bei Horizonte für einen seiner Sprüche: „Hey Strelo, du stinkst!“ Dieser winkte ab, bewegte sich weg und murmelte: „Ja ja.“

„Mir wäre es bei einer Standarduntersuchung gar nicht aufgefallen. Da sie aber unter einer Form der Amnesie leiden, hab ich ihren Kopf wesentlich gründlicher untersucht. Dabei stellte ich eine Anomalität fest.“ Berichtete Oberarzt Herbert Gündelinger. Seevi platzte bald vor Anspannung: „Reden sie nicht um den heißen Brei, was ist los?“ „Es gibt frisch gebildete Gewebezellen auf ihrer Stirn und in ihrem Kopf. Normalerweise würden diese mit einer Vernarbung einhergehen, aber es gibt nicht mal Ansätze dazu.“ „Und das bedeutet?“ „Das diese Zellen künstlich geschaffen wurden. Jemand hat ihr Gedächtnis gelöscht, Kommissar!“ In dem Moment schnellte der Kopf des Arztes nach hinten und an der gegenüberliegenden Wand hatte sich ein großer Fleck aus Blut und Schädel gebildet. Seevi rollte zur Seite und schaffte sich Deckung als er die Liege, auf der er gesessen hatte, umwarf. Es waren zwei weitere Schüsse zu hören, aber keiner traf ihn.
Seine Uniform mit seiner Dienstwaffe lag nur einige Zentimeter von ihm entfernt, jedoch im Schussfeld des Attentäters. Ohne lange nachzudenken stürmte Seevi aus seiner Deckung schnappte sich seine Uniform und suchte hinter einem Schrank Deckung. Währenddessen waren zwei Schüsse gefallen, doch erst jetzt bemerkte er, dass einer ihn an der Hüfte getroffen hatte. Blut quoll hervor, aber er spürte noch keinen Schmerz, aus früheren Verletzungen wusste er, dass das noch kommen würde. Ein weiterer Schuss traf eine Aluminiumschüssel, die es quer durch den Raum feuerte. Da kam Seevi eine Idee. Er blickte nach oben, da waren Neonröhren, die an einer einfachen Halterung befestigt waren.


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:51 
Plötzlich hörte er eine Stimme, wenn es ihn nicht täuschte war es Heyrich, dann mehrere Schüsse und einen dumpfen Aufschlag auf den Boden des Behandlungszimmers. Seevi wusste nicht wer gesiegt hatte und entschied sich noch etwas zu warten, als er einen weiteren Schuss hörte. Jetzt war ihm klar, dass sein Freund Heyrich wahrscheinlich tot war.
Der Schütze musste nun seine Waffe laden und dies war der richtige Augenblick für Seevi. Er zielte auf die Verankerung der Neonröhre, feuerte zweimal und traf. Die Neonröhre, samt Verkleidung, schnellte aus dieser Verankerung nach unten, zur Seite und brach auch aus der anderen heraus. Mit lautem Getöse zersprang sie auf dem Boden. Bereits im Abfeuern seiner Waffe sprang Seevi auf und schoss sein Magazin auf den verirrten Attentäter leer. Dieser wurde nach hinten gerissen und sackte an einer Wand zusammen.
Alles um ihn herum war Blutverschmiert, als Seevi sich vorsichtig näherte, er hatte schnell das Magazin gewechselt und zielte noch immer auf den Attentäter. Langsam beugte er sich zu ihm herunter und sprach ich an: „Jean, verdammt Brisot, warum hast du das getan?“ Und mit den letzter Kraft antwortete dieser: „Suche nicht weiter. Sonst werden die…“ Da starb er.

Sir Martin lief schnell über den Vorplatz der Bibliothek in Richtung des Einganges zum Kommandobunker. Plötzlich hörte er sehr dumpfes Geräusch. Es wurde von Sekunde zu Sekunde lauter und ihm wurde mit einem Mal bewusst, was es war, als die Sirenen der Stadt, die Einwohner dazu aufrief, sich in die Sicherheitszonen zu begeben.
Wie dumm doch die Menschen waren, dachte sich Sir Martin, der neue Schutzschild würde die Innenstadt schützen, solange das Medaron keine Bodentruppen einsetzt, wäre hier sicher. Also ging er stolz und langsam weiter.
Zwei Prätorianer standen am Eingang des Bunkers und betrachteten besorgt den Himmel, der nun von feindlichen Bombern, befreundeten Jägern und einer Menge Flakfeuer dominiert wurde. Ein lauter Knall ließ die Prätorianer und Sir Martin in Richtung eines Punktes fast senkrecht über ihnen sehen. Ein Jäger hatte einem Medaron-Bomber einen Flügel abgeschossen und dieser Bomber raste nun brennend auf Sir Martin zu. Die Prätorianer rannten weg und einer von ihnen rief davor Sir Martin noch etwas wie „Winkel“ zu.
Alles Feiglinge diese Menschen und dann wollen die noch zu einer Elite von Soldaten gehören, ärgerte sich Sir Martin. Und was war eigentlich mit „Winkel“ gemeint? Durch den Schutzschild kann nichts dringen, oder?
Der Bomber schlug nun auf den flackernden Schild auf, der größte Teil wurde beim Aufprall pulverisiert, doch ein großes Bruchstück durchbrach den Schild. „Verdammt“ sagte Sir Martin noch leise, da prallte das Bruchstück etwa 50 Meter von ihm entfernt auf den Boden auf, mehrere Metallplatten wurden gelöst und flogen nun in alle Richtungen davon. Drei von ihnen trafen Sir Martin, sie trennten ihm zuerst den Kopf vom Rumpf ab, teilten dann seinen übrigen Körper und die letzte Platte durchtrennte seine Schienbeine.

Einer der beiden Prätorianer betrat das Büro, in dem Horizonte und Misel anwesend waren. „Mein Prätor, Sir Martin wird nicht an der Konferenz teilnehmen können.“ „Was soll das heißen, wo ist er denn?“ „Er befindet sich noch auf dem Vorplatz der Bibliothek, zum größten Teil zumindest. Man kehrt seine Überreste gerade zusammen.“ „Au, Mist.“ Entgegnete Misel. „Stimmt, ich hab echt besseres zu tun, als eine Beerdigung abhalten zu müssen.“ Sagte Horizonte. „Du bist echt Gefühlskalt.“ „Wieso?“ „Na da ist ein Mann gestorben. Jemand, den du kennst. Verdammt, da muss sich doch was in dir regen!“ „Ach du weist das gar nicht, Sir Martin ist unsterblich, er ist nämlich einer der Ersten, früher war er bekannter als Zeus. In ein paar Wochen werden wir wahrscheinlich schon wieder von ihm hören. Nur dann mit neuem Namen und Aussehen. Aber kommen wir zu dem Grund dieses Meetings. General Azmodan gehört zum Phoenix-Projekt und auf dem Weg zum Kampfgebiet gibt es eine alte Stadt der Schlangen mit vielen Ruinen. Wir werden mit 10 Teams der Phoenix-Special-Forces in diese Ruinen eindringen und es nach relevanten Dingen durchsuchen.“ „Wann geht’s los?“ „Sofort!“

„Dein großer Bruder ist bei der Armee? Deine große Schwester auch? Dein Papa, deine Mama? Aber warum du nicht? Du meinst du bist zu jung? Das ist Blödsinn, auch du kannst unsere glorreichen Truppen im Kampf gegen die abscheulichen Schlangen unterstützen! Kaufe von deinem Taschengeld Kriegsanleihen! Helfe uns Siegen! Kämpfe für die Freiheit!“
„General?“ fragte Oberst Marco. Generalmajor Azmodan schaltete den Fernseher aus und widmete sich seinem Adjutanten: „Propaganda, sie wird sogar schon für Kinder gedreht! Was denken die sich dabei?“ „Wenn diese Schlacht gut läuft, könnte das den Krieg beenden.“ „Das würde in jedem Fall die Propaganda verschwinden lassen. Wissen sie Marco, mir macht diese Schlacht gar keine so großen Sorgen. Vielmehr dieser Spezialeinsatz der PSF beunruhigt mich, wir müssen weiter, während die in diese Ruinen eindringen. Wenn die nun zu lange brauchen, könnten sie von den nachrückenden Reserven des Medaron aufgerieben werden.“ „Die kennen das Risiko! Es wird Zeit, General, wir müssen los.“
Azmodan betrachtete das riesige Aufgebot der Light Company, er war nun Kommandant zweier Armeen, unter deren Gewicht die Medaron-Führung zusammenbrechen sollte, wenn er denn genug Druck ausübte. Er nahm ein Mikrophon in die Hand und sprach hinein: „Nächster Halt: die Schlangenzone. Abmarsch!“ Die ersten Kolonnen setzten sich in Bewegung und Azmodan genoss seine Macht, falls alles glatt ginge, würde er zum Helden dieses Krieges werden können und wenigstens eine Beförderung war im Bereich des Möglichen.


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:52 
14. Neue Fronten - Teil 2

Neue Fronten – Teil2

„Geschlecht Männlich, Alter 37 Jahre, Größe 1 Meter 79, Gewicht 82 Kilogramm. Der Name des Mannes ist Jean Brisot, geboren in Marseille, Frankreich, Europäische Union, Erde am 12. Januar 1989, Erd-Standard-Kalender.“ Der Arzt ging einen Schritt zu Seite und betrachtete die Einschusswunden im Oberkörper des Toten. „Der Tod trat durch den Eintritt eines Projektils in das Herz ein. 6 weitere Einschusswunden sind auf dem Brustkorb zu finden.“ Ein leises Knistern lenkte die Aufmerksamkeit des Arztes auf einen Einschuss. Dieser wuchs langsam zu. „Was in Gottes Namen!?“ stammelte er noch verwundert, als sich auf einmal der Leichnam aufrichtete. Er drehte den Kopf in Richtung des Arztes, sah ihn an und sagte: „Mist, wo bin ich?“ Der Arzt fiel daraufhin ohnmächtig um. „Das find ich jetzt aber unhöflich!“ Mit diesen Worten stieg er vom metallenen Untersuchungstisch und ging auf einen Computerbildschirm zu. Die Einschusswunden waren mittlerweile verschwunden und die Haut färbte sich langsam von grau zu einem gesünderen Rosa. Die ‚Leiche’ berührte mit seinen Fingern den Bildschirm, der sich als Touchscreen herausstellte. „Leichenhalle Tharkad, nur eine Stunde bis nach Vorgon City, aber wie spät ist es? Ah da, 7:18 Uhr am 14. Juni 2026 ESK. Verdammt, der Angriff hat schon vor Stunden begonnen. Da wird ich wohl gleich zur Front müssen, die können schließlich auf einen Sir dort nicht verzichten!“ Sir Martin bückte sich über den Körper des bewusstlosen Arztes. „Ich bin vollkommen nackt, deswegen werd ich mir deine Klamotten leihen, ach ja dein Auto brauch ich auch.“

„Bleiben sie ganz ruhig Ma’am! Das sind nur einige leichte Turbolenzen, wir kommen erst in ein paar Minuten in die Reichweite der ersten Flakgeschütze.“ Der Prätorianer redete ruhig in seinem texanischen Akzent auf Misel ein, die sich sichtlich unwohl fühlte und deswegen antwortete: „Das ist ja richtig beruhigend.“ In dem Moment rüttelte die Maschine ihre Passagiere unsanft durch. „Echt toller Flug, Strelo! Mit einem genialen Bordservice, ich frag mich wann der Duty-free-Shop öffnet!“ schrie sie wegen der Umgebungsgeräusche dem rechts neben ihr sitzenden Horizonte ins Ohr. Jener neigte sich etwas zu Misels Seite hin und sagte darauf: „Zumindest fallen wir nicht auf, denn hunderte baugleicher Flugzeuge begleiten uns. Die Chance, dass wir abgeschossen werden, ist dadurch minimal.“ „Auch sehr beruhigend, das Einfühlungsvermögen haben die von dir nicht wahr?“ Horizonte wollte etwas sagen, da stand der Luftwaffen-Offizier auf und sprach in die Bordfunkanlage: „Wir haben bald die Absprungzone erreicht. Alle aufstehen und einhaken, wie es ihnen am Anfang des Fluges gezeigt wurde, ich sie gleich überprüfen und dann dürfen sie springen!“ Misel und Horizonte standen gleichzeitig auf und sie rief ihm ins Ohr: „Der sagt das so, als ob das hier reiner Spaß wäre!“ „Gegen das was uns da unten erwartet, ist das hier reinster Spaß!“ „Wieder sehr beruhigend, wo nimmst du nur dieses Feingefühl her?“ Der Offizier war nun bei ihnen angelangt, überprüfte ihre Technik und ging zu den nächsten in der Reihe. Schließlich schritt er wieder nach vorn und brüllte in die Bordanlage: „Wie ich sehe könnt ihr von den Sondereinsatztruppen sogar richtig zu hören. Wenn die Lampe von Rot auf Grün wechselt, werdet ihr einzeln an die Tür treten und ich werfe euch dann raus, damit es da keine Missverständnisse gibt!“ Der erste, er war ein alter Haudegen von der PSF-2, trat an die offene Tür, bekam einen Schlag auf die Hinterseite des Oberschenkels und sprang raus. Als Horizonte und Misel an der Reihe waren, sprang zuerst Horizonte, dann stellte sich Misel in die Tür und bekam einen Schlag ab. „Au verdammt!“ Sie drehte den Kopf zornig zu ihm um und der Offizier brüllte laut los: „Du sollst springen und keine Pirouetten drehen, Püppchen!“ „Püppchen?“ Da schubste der hinter ihr stehende Prätorianer sie aus dem Flugzeug.

„Irgendetwas ist dort mit mir passiert, der Arzt hat gemeint, man hätte mir das Gedächtnis gelöscht.“, Seevi neigte sich zu einem Mann runter, der gerade an seinem Computer saß, „Versuch was raus zu finden, ich schulde dir was.“ Der Mann nickte und Seevi richtete sich auf. Er sah durch die Tür des Büros auf den Gang und bemerkte eine Person, die in dem Moment vorbeihuschte. Sie kam ihm sehr bekannt vor. Ohne lange nachzudenken ging er auf den Gang und folgte rasch der Person. Diese stieg in einen Fahrstuhl und fuhr nach unten. Nur ein paar Meter daneben befand sich die Treppe, die Seevi schnell herunter rannte und als er in der Tiefgarage ankam, sah er die Person noch in einen Wagen einsteigen. Seevi schrie: „Brisot!“ Dennoch, oder gerade deswegen, fuhr das Auto schnell los. „Wie kann er noch am Leben sein?“ sprach er und stieg in seinen eigenen Wagen um Brisot weiter zu verfolgen.

„Der Kerl hat mich Püppchen genannt!“ rief Misel lauthals Horizonte entgegen. „Wer denn?“ fragte dieser etwas genervt. „Na dieser Offizier von der Luftwaffe. Gleich nachdem er mir voll auf den Oberschenkel geschlagen hat.“ Antwortete sie schon ein bisschen ruhiger. „Das ist normal, so merkt man, wann man springen muss, wegen des Fallschirms geht der Rücken nicht.“ „Das war stärker als nur gemerkt. Ach was red ich eigentlich mit dir? Wegen dir muss ich das hier alles mitmachen? Warum müssen wir eigentlich hier sein, wo uns jeder erschießen könnte?“ „Deswegen solltest du etwas ruhiger sein und wir sind hier, weil wir nun mal entscheiden müssen, was wir mitnehmen und was nicht. Wir können nicht einfach alles transportieren, was wir da unten finden!“ „Unten?“ „Hast du eigentlich die Einsatzbeschreibung gelesen?“ „Ich war genug damit beschäftigt, nicht in diesem dämlichen Flugzeug zu kotzen!“ „Na gut, wir kämpfen uns hier ungefähr einen Kilometer Richtung Norden und treffen dann dort auf den Eingang zu den unterirdischen Ruinen. Die Tempel dort waren eigentlich mal auf der Erde gebaut worden, doch im Laufe der Zeit wurden sie begraben. Also wir halten uns am besten an diese Prätorianer hier und dann dürfte alles glatt gehen.“ „Ganz toll. Richtig beruhigend!“ „Hast du was gesagt?“ „Nein.“

Gelassen beobachtete Viruz die beiden Männer, die gerade in ihr Fahrzeug einstiegen. Überall herum liefen Passanten. Sie kauften entweder gerade ein, kamen oder gingen zur Arbeit oder sie verbrachten einfach eine schöne Zeit in der Hauptstadt des PAX-Konkordats. Die Türen des Wagens hatten sich geschlossen und Viruz zog ein Handy aus seiner Jackentasche. Als niemand in der Nähe war und das Auto gerade im Begriff war loszufahren, gab er die Nummer 153 ein und bestätigte diese. Das Auto explodierte und die Druckwelle holte einige Passanten von den Beinen. Viruz ließ das Handy wieder in seine Tasche gleiten, drehte sich um und ging langsam weg, während die Menschen um ihn herum panisch vom Ort des Geschehens davon liefen oder sensationsgeil gaffen wollten. Ihn kümmerten diese Leute nichts, er dachte nur an den Erfolg, seinen 153. Auftrag und seinen 153. erfolgreich ausgeführten Auftrag.


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:53 
Die PSF-Soldaten sicherten die Straße nach vorne ab, ihnen folgten Misel und Horizonte, geschützt von der PSF-3, alle vier Prätorianer, und den Abschluss bildeten wieder einige PSF-Soldaten, welche die Straße nach hinten sicherten. Bisher gab es nur wenige Zwischenfälle, doch jetzt näherte man sich einem Heiligtum. „Hörst du das, Strelo?“ „Ja Misel, das müssen welche von den anderen Fallschirmtruppen sein, die Azmodan als Vorraus-Kommando hinter die feindlichen Reihen geschickt hat.“ „Warum macht das jemand denn? Ist dies nicht eine Selbstmordmission?“ „Hier gibt es weniger Widerstand und wenn unsere Truppen, ihre in die Flucht geschlagen haben, dann könnte man sie hier aufreiben.“ „Dafür sind die doch gar nicht gut genug bewaffnet.“ „Sie müssen das ja nicht selber machen, die fliehenden Truppen müssen nur lange genug aufgehalten werden.“ „Ach so.“ sagte Misel leise. Plötzlich wurden die Schüsse extrem laut, sie blickte nach links und erkannte, dass der Prätorianer gerade geschossen hatte. An einer Ecke, ein paar dutzend Meter entfernt, sackte ein Praios-Soldat in sich zusammen. Eine Soldatin in erster Reihe feuerte noch eine Salve in den Körper der Mannes. „Den hab ich gar nicht gesehen.“ Gestand Misel und Horizonte pflichtete ihr bei: „Ich auch nicht, was für ein Glück, dass die von der PSF wirklich gut ausgebildet worden sind.“ Der Prätorianer rechts vor Horizonte, drehte sich um und meldete: „Wir greifen jetzt die Ruinen an, deshalb müssen wir jetzt rennen und zwar auf drei!“ Er zählte schnell „Eins, zwei, drei!“ und alle liefen los. Zwei Wachen am Eingang wurden getötet und schon war man im Tempelkomplex.

Sir Martin fuhr schnell über eine Wiese, mit einem Antigraph-Wagen kein Problem. Doch auf einmal hörte er ein Pfeifen, das immer schriller wurde. Er hielt an und sah nach rechts. Dort erblickte er etwas kleines schwarzes, das gefolgt von einer kleinen Rauchspur schnell auf ihn zu hielt. Mit einem Satz sprang er aus dem Wagen und rollte die Wiese hinunter. Über ihm explodierte sein Auto mit einem unglaublich lauten Knall. Nur wenige Flammen deuteten von der Existenz des neuen ergiebigeren Holziumtreibstoffs. Die Überreste das Wagens begannen nun auch zu rollen und zwar direkt auf Sir Martin zu. Er konnte gerade noch zur Seite hechten und spürte dabei die Hitze des Wracks auf seiner Haut. Er stand auf und hörte plötzlich einen Hupton, er wechselte seinen Blick von dem rollenden Autowrack und richtete ihn den Hang hinauf. Sir Martin konnte nur noch „Verdammt“ sagen, da fuhr ihn ein Panzer an. Der Panzer hielt an und die Einstiegsluke öffnete sich. Zuerst stieg ein Mann von der Besatzung aus, dann Oberst Marco und schließlich General Azmodan. Dieser blieb im Panzer, schaute nur mit dem Oberkörper heraus, während die anderen beiden zu Sir Martin herabstiegen. „Lebt er noch?“ fragte der General. „Gerade so, Sir, es ist Brisot!“ „Ach das ist mir egal, der Panzer war gerade noch frisch lackiert worden.“ „Ich lasse ich zu Doktor Rodamar bringen, der kriegt ihn vielleicht wieder hin.“ „Ja ja, aber der gute Lack ist hin.“ Marco kletterte wieder auf den Panzer und sagte: „Sir, wir sollten wieder losfahren.“ „Ja aber der Lack, der Lack!“

Nachdem die Gruppe mehrere Minuten lang einem dunklen Gang gefolgt war, traf sie nun auf eine gut beleuchtete große Höhle. Ein paar Zelte standen verteilt umher und ein weiterer Gang führte tiefer in das Erdreich. Misel wunderte sich: „Warum braucht jemand hier Zelte, es ist warm, es weht kaum Wind und es regnet nie.“ Horizonte sah sich die Zelte an und antworte dann: „Privatsphäre, die Praios beten alle einzeln, es gibt keine Gottesdienste wie wir sie kennen.“ „Sind irgendwelche Schlangen hier?“ „Nein, die sind wohl evakuiert worden.“ Misel blieb geschockt stehen und fragte dann: „Wie können die ihre Zivilisten evakuieren, wenn die nicht wissen, dass wir hier her kommen!“ Sie hatte ihre letzten Worte gerade ausgesprochen, da eröffneten die Soldaten hinter ihr das Feuer auf den Gang, aus dem sie gerade gekommen waren. Zwei Granaten rollten auf sie zu und der Prätorianer neben Horizonte schrie: „Granate, sofort tiefer in den Tempel!“
Alle rannten um ihr Leben und als die Granaten zündeten, töteten sie die letzten 3 Soldaten in der Gruppe. Auf ihrer Flucht kamen sie gut voran, bis sie in einen großen Raum kamen, aus dem es keinen Ausweg mehr gab. Misel, Horizonte und ihre vier Beschützer verschanzten sich im hintersten Teil des Raumes, die anderen davor, doch lange hatten sie nicht zum verschnaufen. Es begann ein wildes Feuergefecht, bei dem aus ihrer überlegenen Position, die PSF-Truppen den Vorteil zogen. „Werden wir hier wieder rauskommen?“ fragte Misel einen der Prätorianer vom PSF-3. Jener drehte sich zu ihr und sagte: „Ehrlich, bis denen die Soldaten ausgehen, ist uns die Munition ausgegangen. Ich frage mich nur, warum sie keine Granaten einsetzen, wie weiter oben.“ „Vielleicht ist dieser Ort hier heilig oder so?“ vermutete Horizonte. „Oder wegen ihm hier!“ warf Misel ein. „Wegen wem?“ fragte Horizonte. Misel legte die Hand an eine bläulich leuchtende Wand und wischte eine Schicht Eis ab. Hinter der Wand war eine Art großes Reptil eingefroren. Horizonte betrachtete es erstaunt und sagte dann leise: „Luzifer!“ „Woher willst du das denn wissen?“ fragte Misel. „Na die Hörner, der Schwanz und die rote Färbung, außerdem hab ich schon mal ein Bild von ihm gesehen.“ „Und was macht er hier?“ „Gott und andere Erste haben ihn vor einigen Jahrhunderten bestraft, weil er versucht hat sie zu töten. Und das hier war also die Strafe, eingefroren für die Ewigkeit.“ „Und die Schlangen beten ihn an?“ „Er ist eine Reliquie, wie das Grabtuch von Turin oder Lenin in St. Petersburg. Sie wollen ihn auf keinen Fall beschädigen. Er könnte unsere Fahrkarte nach draußen sein.“ „Meinst du er lebt noch?“ „Die Ersten sind unsterblich, für ihre Technologie bedeuten ein paar hundert Jahre nichts. Siehst du irgendwo Knöpfe oder Hebel oder irgendwas anderes.“ „Meinst du die haben so was verwendet?“ „Zumindest brauchen die eine Anzeige, dass die Anlage funktioniert.“ „Hier leuchtet was rosa.“ „Drück drauf!“ „Drück du doch drauf!“ „Drück jetzt endlich!“ Misel presste ihren Daumen auf den rosa Knopf, bis dieser sich bewegte. Der bläuliche Schimmer der Stasiskammer wurde rot und färbte sich schließlich weiß, dann sprang eine Tür auf und Luzifer fiel heraus.

„Hauptsächlich Kopfverletzungen, jedoch sehr schwere, Doktor.“ Teilte die Krankenschwester Doktor Rodamar mit. „Haben sie alles vorbereitet?“ „Es ist alles breit, Doktor.“ Rodamar versuchte mehrere Minuten den verletzten Mann zu retten, doch plötzlich rief eine der Schwestern laut: „Er verliert zu viel Blut, das löst Herzrhythmusstörungen aus.“ „Verdammt, es ist schon schwer genug sein neuronales System zu stabilisieren, jetzt versagt auch noch das Kardiovaskuläre.“ Stöhnte Rodamar. Hecktisch versuchte er gleichzeitig Geist und Körper des Patienten am Leben zu erhalten, bis die Schwester neben ihm sagte: „Nulllinie, er ist tot.“ Rodamar drehte sich um, damit er auf eine Uhr sehen konnte und sprach dann: „Setzen sie 22:17 Uhr als Todeszeitpunkt fest, verdammt, wenn das Implantat bei diesem Kommissar richtig funktioniert hätte, dann wäre Brisot jetzt garantiert nicht tot.“, er zog sich einen Handschuh aus, „Bringen sie die Leiche in einen anderen Transporter, wir kümmern uns um die Details dann später, wenn die Offensive beendet ist.“ „Welche Leiche?“ fragte die Schwester. Mit einem Satz drehte sich Rodamar um und auf dem Tisch war nichts außer Blut.
Seevi hatte die Operation beobachtet, er war müde und konnte seinen Sinnen wohl nicht mehr vertrauen, denn Brisot’s Körper hatte sich von einer Sekunde auf die andere in Luft aufgelöst. Der Arzt und die beiden Schwestern im OP waren genauso verblüfft wie er, und sie würden gleich draußen suchen, also musste er verschwinden. Er stieg über die Wache, die er bewusstlos geschlagen hatte und rannte zu seinem Auto.

Sir Martin sah sich um, alles war weiß. Es waren auch keine Kanten zu erkennen, also wusste er nicht wirklich ob er auch auf einem festen Boden steht oder schwebt. Ein Mann kam auf ihn zu und rief ihm entgegen: „Du solltest nicht so verwundert sein, du warst lange Zeit hier, Zeus.“ „Ich wundere mich mehr darüber, warum ich hier bin!“ „Wir haben dir ein Angebot zu machen.“ „Wer ist wir?“ „Na ich und mein Verbündeter Nichts13!“ „Ich bin ganz Ohr, Gott.“

„Wie erweckt man ihn nun zum Leben?“ fragte Misel und Horizonte antwortete: „Keine Ahnung.“ „Ich versuch mal was, klappt bei mir immer.“ Sie fasste Luzifer an beiden Schultern und schüttelte ihn wie verrückt. Dabei schrie sie ständig: „Lebe! Lebe!“ und schlug ihm schließlich ein paar mal auf die Wangen. Plötzlich schnellte Luzifer hoch, sah die beiden Menschen an und drohte: „Ihr elendigen Menschlein, ihr wagt es mich zu berühren?“ „Wir wagen es sogar dich als Geisel zu nehmen.“ Sagte Horizonte und zielte mit einer Pistole auf ihn. Dann stand er auf und rief in Richtung der Praios Soldaten: „Wenn ihr diesen Alten lebend zurück wollt, dann stellt jetzt das Feuer ein.“ Schnell ruhten die Waffen und drei Schlangen traten vor. Der eine trug eine Generalsuniform und sagte: „Was wollt ihr?“ „Freies Geleit nach draußen!“ „Für das Leben dieses Gottes, danach werden wir euch unerbittlich jagen, weil ihr unsere heiligen Reliquien entweiht habt.“ „Hey, dieser Krieg ist vollkommen unsinnig! Wir stehen doch auf derselben Seite!“ „Stehen wir nicht, ihr kämpft für die Ersten, wir für die Alten.“ „Nein, wir kämpfen gegen die Alten, weil sie uns vernichten wollen, wie jede Spezies, welche die Ersten erschufen und ihr solltet lieber auch gegen die Alten kämpfen, denn sie werden auch euch vernichten.“ „Das ist nicht wahr.“ „Sag es ihnen, Luzifer. Was tun die Alten immer, wenn ein Planet von einer Spezies der Alten erobert wurde?“ Horizonte zielte noch immer auf Luzifer und dieser antwortete: „Nachdem ein Planet annektiert wurde, wird seine gesamte Biosphäre vernichtet, damit sie für eine Neubesiedelung nach etwa 10.000 Jahren bereit ist.“ „Wieso sollte das gut sein?“ fragte der General und Horizonte kam Luzifer zuvor: „Die Alten interessieren sich nicht für den einzelnen, sie wollen diesen Krieg gewinnen und entscheiden so strategisch. Das bedeutet die denen Planung im Rahmen von Millionen von Jahren.“ „Ist das wahr, Luzifer?“ Dieser hielt sich nicht lange zurück: „So ist der Lauf der Dinge!“ Der General erzürnte, warf Luzifer zu Boden, zog seine Waffe und schoss diesem mit den Worten „Besiedle das mal neu!“ in den Kopf.
Danach wendete er sich wieder Misel und Horizonte zu. Misel fragte nun: „Und was wird nun aus uns?“ „Die Waffen werden ruhen, es wird Verhandlungen geben und der Krieg beendet!“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:54 
15. Neue Fronten - Teil 3

Neue Fronten – Teil 3

„Erst durch seine überragenden taktischen und strategischen Fertigkeiten wurde der Friedensschluss mit der Medaron-Allianz ermöglicht. Deshalb ist es mir eine besondere Freude, ihnen Generalmajor Azmodan im Namen der Administration der Europäischen Union, den Rang eines General-Leutnant zu verleihen.“ Seisuke stand direkt vor Azmodan und steckte ihm seinen dritten Stern an die Uniform. Beide befanden sich auf den Stufen des Eingangsbereichs der Bibliothek von Vorgon City und sie waren von mehreren hundert Menschen umgeben, die jubelten und feierten, weniger wegen Azmodans Beförderung, sondern vielmehr wegen des beginnenden Friedens. In der Menge standen Horizonte und Misel, während Marco sich seinen Weg zu ihnen bahnte. „Prätor, ich bin über den Verlauf des Zwischenfalls in den Medaron-Ruinen informiert worden.“ Sagte Marco, Horizonte drehte den Kopf etwas zu Seite und antwortete: „Und jetzt fragen sie sich, warum Azmodan alle Ehre bekommt?“ „Nicht nur er!“ warf Misel Horizonte vor. „Nein, Sir. Mir ist bewusst, dass die Wahrheit geheim bleiben muss. Ich frage mich mehr, wie wir jetzt weitere Artefakte besorgen sollen.“ „Medaron hat die Seiten gewechselt, jetzt können wir alle Ruinen in Ruhe betreten und untersuchen. Wie ich sehen sind sie ebenfalls befördert worden. Meinen Glückwunsch Brigade-General Marco.“ „Danke Sir, es wäre hier zu einem Zuständigkeitsvakuum gekommen, also wurden einfach alle im Stab von General Azmodan befördert.“ „Ja manchmal fall auch ich die Treppe rauf!“

„Nur damit ich das hier richtig verstehen, du gibt’s mir meine Kräfte zurück, wenn ich für dich und Nichts13 arbeite?“ fragte Sir Martin Gott. „Nein, wenn du dich durch deine Arbeit mit Nichts13 für mich als würdig erwiesen hast, dann werde ich deine Strafe aufheben. 2000 Jahre als Mensch unter Menschen zu leben, das grenzt gerade zu an Folter. Also was meinst du dazu?“ „Die Menschen von diesem Phoenix-Projekt haben mir dasselbe versprochen!“ „Wenn sie erst einmal die Macht über unsere Technologie haben, dann bist du für sie nutzlos und sie werden dich beseitigen.“ „Da könntest du Recht haben, aber das Risiko geh ich doch auch mit dir ein.“ „Vertraue mir, man nennt mich nicht ohne Grund den barmherzigen Gott.“ „Na gut, was soll ich denn als erstes tun?“ „Besorge Nichts13 das Buch, welches ihr vor einigen Monaten von GodofWar gestohlen habt.“ „Ich weis welches Buch du meinst, aber das ist jetzt auf der Pegasus.“ „Und?“ „Das ist ein Raum-Schlachtkreuzer mit einer Besatzung von mehr als 2500 Menschen. Außerdem befindet sich das Schiff im Orbit um den äußersten Mond von Erde2. Wie soll ich denn da rauf kommen?“ „Da wird dir schon was einfallen!“

Die Sonnen waren bereits aufgegangen, das Leben in der Innenstadt von Vorgon City erwachte langsam und Misel saß nervös in Horizonte’s Büro. Routiniert öffnete sich die Tür und der Prätor trat herein und erblickte Misel. „Morgen. Ist irgendwas?“ fragte er sie und setzte sich hinter seinen Schreibtisch, ihr gegenüber. Misel spannte die Oberschenkelmuskeln an und rückte etwas nach vorne, als sie antwortete: „Seisuke, Horny und ich haben gestern etwas zu lange das Ende des Krieges gefeiert und ich habe etwas zu viel getrunken, gelinde gesagt. Jedenfalls hab ich dann was Dummes angestellt.“ „Du hast mit Seisuke geschlafen?“ „Nein!“ „Horny hat mit Seisuke geschlafen?“ „Nein! Was hast du eigentlich für Phantasien?“ „Was hast du denn Dummes getan?“ „Ich hab ihnen davon erzählt was ihn den Ruinen geschehen ist.“ „Das ist schlimm, aber ich glaube, das kriegen wir schon irgendwie wieder hin.“ „Das ist noch nicht alles, ich hab ihnen auch vom Phoenix-Programm erzählt.“ „Jetzt habe ich ein Problem.“ „Du? Wir beide oder?“ Horizonte stand auf und ging etwas in seinem Büro umher. Er blieb vor einem Regal mit alten Büchern stehen und sagte: „Wenn die irgendetwas umher erzählen, wird man sie beseitigen und uns beide gleich mit. Ehrlich ich habe keine Lust der 154. Auftrag von Viruz zu werden.“ „Was können wir denn tun?“ fragte Misel. Ohne zuviel Zeit zu verschwende machte Horizonte einen Schritt zurück zu seinem Schreibtisch und drückte auf den Knopf der Gegensprechanlage: „Bringen sie Horny und Seisuke sofort hierher!“ Er nahm wieder den Finger von dem Knopf und setzte sich auf seinen Stuhl. Einen Kugelschreiber nahm er in die Hand und sagte zu Misel: „Wir müssen beide rekrutieren. Doch die Gefahr wird immer größer, dass alle in der Light Company vom Phoenix erfahren.“ „Dann sollten wir austreten.“ „Wie meinst du das?“ „Wenn wir austreten, dann können wir eine Allianz gründen, in der alle vom Phoenix wissen und dann wären wir doch viel effektiver.“ „Dennoch hätten wir nicht die Schlagkraft einer großen Allianz.“ „Die brauchen wir nicht, wenn wir genug enge Verbündete finden. Die müssten nicht mal die Wahrheit kennen und wir haben den letzten Krieg nicht durch die Überlegenheit unserer Armee gewonnen, sondern durch meinen Geistesblitz!“ „Ich weis nicht, ob eine Meta-Allianz wirklich besser ist als eine große Allianz.“ „Was hat es uns denn genützt in dieser riesigen Allianz zu sein? Wie viele sind dennoch gestorben? 60.000 Soldaten, 200.000 Zivilisten?“ „Ungefähr. Medaron hatte aber dieselben Verluste, ich sehe nicht, dass sich das ändern würde.“ „Wie viele von der Phoenix-Special-Force haben wir in den Ruinen verloren?“ „22 von 40.“ „Wir könnten das in Zukunft verhindern, wenn wir nichts mehr vor den anderen verheimlichen müssten.“ Horizonte legte den Kugelschreiber wieder hin und lehnte sich zurück. „Das könnte funktionieren, lass dir schon mal einen Namen einfallen.“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:55 
„Warum bringst du mich nicht einfach auf dieses Schiff?“ fragte Sir Martin und Gott antwortete: „Ich will es dir nicht zu einfach machen. Außerdem würde ich mich zu sehr einmischen und das darf ich nicht. Aber du darfst dir den Ort auf der Oberfläche von Erde2 aussuchen, wo du wieder materialisiert wirst und du darfst dein Erscheinungsbild selbst wählen, aber bevor du nach Erde2 geschickt wirst.“ „Na gut, da hätte ich eine Idee. Leutnant Aleksei Kommarow ist der Kommandant eines Shuttles, welches das Raumschiff mit Vorräten versorgt und den Personalwechsel vollzieht. Vor jedem Start gibt er in einer kleinen Bar seine Wetttipps für die nächsten Fußballspiele ab. Dort könnte ich ihn ausschalten, seine ID-Karte nehmen und mich für ihn ausgeben. So hätte ich dann auch an Bord der Pegasus weniger Probleme.“ „Ich habe doch gesagt, dass du einen Weg finden wirst, ich weis halt alles.“

Eine Sekretärin brachte zwei Stühle in das Büro, stellte sie neben Misel und verlies es dann wieder. Gleich danach brachten zwei Prätorianer unsanft Horny und Seisuke und schlossen die Tür hinter sich. Horizonte verdeutlichte Horny und Seisuke mit einer Handbewegung, dass sie sich auf diesen Stühlen setzen sollten. Seisuke hielt es nicht länger aus: „Was soll das hier? Warum wurden Horny und ich von deinen beiden Schoßhündchen aus dem Bett gerissen? Ich rauche meinen Schlaf!“ „Dein Schlaf interessiert mich nicht. Aber was euch Misel gestern Abend erzählt hat, das interessiert mich schon mehr.“ Erwiderte Horizonte. „Was soll sie uns denn erzählt haben?“ spottete Seisuke. „Ich glaube, es hat wenig Sinn so weiter zu verfahren. Also seht euch mal an was auf diesen Laptops steht.“ Er reichte jedem einen etwa Taschenbuchgroßen Minicomputer und beide schauten schockiert auf, nachdem sie die ersten Zeilen gelesen hatten. „Wie ihr sehen könnt, sind wir in der Lage alle eure Familienmitglieder, Freunde, ja sogar eure Haustiere hier oder auf der Erde zu finden. Arbeitet mit uns zusammen und sie werden nie erfahren, was hier passiert ist.“ Seisuke drehte sich Misel und fragte: „Was du gestern erzählt hast, wollte ich eigentlich gar nicht glauben. Ich hatte es für das Geschwätz einer Betrunkenen gehalten. Wie tief steckst du da drin?“ Horizonte kam Misel mit einer Antwort zuvor: „Tief genug. Sie wird euch über alles aufklären.“ „Wenn du meiner Familie irgendetwas tust, dann …“ drohte Horny. „Dann werde ich bereuen geboren worden zu sein. Ist nicht das erste Mal, dass man mir das sagt, manchmal konnte ich es sogar glauben. Nun da wir uns wohl einig sind, wird Misel sich um den Rest kümmern.“ Mit diesen Worten stand er auf und verließ das Büro. Misel rannte hinter her und schloss dabei die Tür. Auf dem Gang schrie sie ihn an: „Was sollte das, ihr Familien zu bedrohen?“ Horizonte drehte sich um und antwortete barsch: „Wir veranstalten hier kein Kaffeekränzchen!“ „Aber der Zweck heiligt nie die Mittel.“ „Ich will auch gar kein Heiliger werden.“ „Du weist wie ich das meine.“ „Ja, aber wenn wir hier Mist bauen, dann sterben nicht nur ein paar Familien, nein dann sterben Milliarden.“ „Es ist nicht nur was eben geschehen ist, du wendest ständig Methoden an, denen es an jeder Menschlichkeit fehlt.“ „Wenn du die Scheiße von gestern Abend bereinigt hast, dann und nur dann darfst du wieder meine Methoden kritisieren.“ Dann drehte er sich um und ging weiter. Misel blieb zurück und sagte noch leise: „Arsch!“

„200 Euro auf Manchester.“ Teilte Kommarow dem Barmann mit und dieser antwortete: „Könnt ihr von den europäische Streitkräften denn nicht endlich mal anfangen wie wir anderen auch in Iridium zu zahlen? Die Amerikaner haben es doch auch geschafft ihre Währung umzustellen!“ „Na der Dollar war nach der Ära Bush ja nichts mehr wert, da würde ich auch lieber auf Iridium umsteigen. Und zum Euro, der ist immer noch stabiler als die Iridiumpreise, warte nur bis die nächste Mine aufmacht, dann ist das Gramm Iridium wieder nur noch die Hälfte wert.“ „OK, ich verteile Drinks und nehme Wetteinsätze an, ich bin halt kein Finanzexperte. Also 200 auf Manchester, geht klar. Dann noch einen schönen Flug, Leutnant.“ Kommarow verließ die Bar und wurde aus einer Seitengasse angesprochen. Er ging in die Richtung und erkannte eine Person die im Schatten stand, dann machte sie einen Schritt nach vorn und er konnte das Gesicht erkennen – es war sein eigenes. Starr vor Verwunderung war es für Sir Martin ein Leichtes ihn mit einer Schallgedämpften Pistole zu erschießen. Um kein Aufsehen zu erregen, zog er die Leiche in die dunkle Seitengasse und nahm sich Kommarow’s ID-Karte.
Mit dieser Karte ging er zum Flugplatz und bestieg das Shuttle, welches ihn zur Pegasus bringen sollte.

Horny, Seisuke und Misel waren mittlerweile in Seisuke’s Büro umgezogen und arbeiteten an den Plänen für die neue Allianz. Horny sprach Misel an: „Wenn das alles stimmt, mit dem ‚die Erde und die Menschheit retten’ Zeugs, dann verstehe ich nicht, warum er so drohen musste? Vielleicht wären wir ja auch so übergelaufen, so eine Drohung hält man doch eigentlich als letztes Mittel zurück und führt sie nicht gleich an.“ Misel sah ihn an und sagte: „Mich hat das auch gewundert, er ist nicht immer so brutal und ungeduldig. Schließlich arbeitet er ja schon 10 Jahre an diesem Projekt. Aber seit dieser Sache in den Ruinen ist er irgendwie seltsam. An keiner einzigen inoffiziellen Feier zum Ende des Krieges hat er teilgenommen. Wenn wir hier fertig sind, wird ich ihn mal darauf ansprechen.“ Seisuke war hungrig und wollte alles schnell hinter sich bringen: „Wir sollten jetzt bald mal einen Namen für die Allianz finden und dann erst mal was essen.“ Horny stimmte ihm zu und Misel gestand ihnen zu: „Geht was essen. Ich hab bereits ein paar Namen, die ich Strelo vorschlagen kann und danach werde ich herausfinden, was mit ihm los ist.“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:56 
„Willkommen an Bord der Pegasus, Leutnant.“ Begrüßte ein Techniker Sir Martin. Dieser nickte anerkennend und betrat dann einen Fahrstuhl. Ein Display war aktiv und Sir Martin tippte bei „Deck:“ 7 und bei „Sektion:“ Gamma ein. Der Fahrstuhl fuhr daraufhin los und setzte ihn dort ab. Nachdem er den Fahrstuhl verlassen hatte, bewegte er sich durch einen Gang, indem ihm zwei Männer begegneten. Sie sprachen miteinander: „In zwei Wochen komm ich endlich runter von diesem Kahn!“ „Kann ganz schön langweilig hier werden.“ „Unten auf dem Planeten hat man zumindest noch die Chance auf etwas Abwechslung, die 6 Monate dort gehen viel zu schnell rum.“ „Dann musst du auch nicht mehr den Fraß aus der Kombüse essen. Man ich hab noch 3 Monate vor mir.“ Die beiden grüßten Sir Martin und gingen dann weiter.

Es klopfte an die Tür der Wohnung des Prätors und dieser rief: „Herein.“ Die Tür öffnete sich und Misel trat ein. Sie sah sich vorsichtig um und erblickte dann Horizonte in einem zentral gelegenen runden Raum. Er saß auf einem Sofa und las einige Berichte. „Setz dich.“ Er legte die Berichte auf einen niedrigen Glastisch und während sich Misel auf das gegenüberstehende Sofa setzte, sagte diese: „Wie komme ich eigentlich an eine solche Wohnung?“ „Gewinn die Wahl hier gegen mich. Das ist das offizielle Schlafquartier des Prätors. Das Landhaus in Nakudia solltest du mal sehen.“ „Es wirkt alles ein wenig zu groß, finde ich.“ „Die Stadt wurde auf der Erde geplant und die Planer hatten wohl einen Hang zur römischen Kultur. Deswegen wohl auch der Titel Prätor und die schon fast größenwahnsinnige Architektur.“ „Bevor ich es noch vergesse, ich habe Horny und Seisuke alles erzählt und wir haben einen Namen für die Allianz gefunden.“ „Und wie heißt sie?“ „Hadals!“ „Hadals?“ „Ja, Hadals.“ „Was ist Hadals?“ „Das heißt: was sind Hadals. Die Hadals sind so eine Art Dämonen, die unter der Erde leben, das hab ich mal in einem Buch gelesen. Und passend dazu heißt die Meta-Allianz Chontamenti, das ist der Titel für den Toten-Gott in der ägyptischen Mythologie.“ „OK.“ „OK und mehr nicht?“ „Was denn noch?“ Misel rückte noch etwas auf dem Sofa und antwortete: „Na etwas mehr Interesse, wir gestalten hier eine neue Allianz.“ „Entschuldigung.“ „Was ist los?“ „Wie was ist los?“ „Mit dir stimmt was nicht, das spür ich.“ „Dann solltest du Psychologin werden.“ „Du verhältst dich echt merkwürdig seit wir aus den Ruinen wieder raus sind.“ „Darf man das nicht mehr, wir wären beinahe getötet worden und 22 von uns wurden getötet.“ „Du hast schon vorher Männer verloren und auf diesem Planeten ist nichts ohne Risiko. Nachdem wir GodofWar besiegt hatten, hast du uns einen Urlaub beschert, der zwar frühzeitig abgebrochen wurde, aber du hast dich nicht so verhalten wie jetzt.“ „Willst du den Urlaub?“ „Lenk nicht ab!“ „Na gut, weist du noch wo du am 11.September 2001 warst, als du das erste Mal die Bilder vom World Trade Center gesehen hast?“ „Ja, daheim, ich war von der Schule gekommen und hatte den Fernseher eingeschaltet. Warum?“ „Jeder, der alt genug ist sich zu erinnern, weis noch wo er war als er von diesem Anschlag gehört hat. Es gibt einfach Momente an die kann man sich noch Jahre danach ganz genau erinnern. Momente die das Leben verändern, sei es von Millionen oder eines Einzigen. Ich kenne noch den Tag, als man mir mitteilte, dass die Erde in 100 bis 120 Jahren für Menschen und andere höhere Lebensformen unbewohnbar sein würde. Es war nicht mehr nur eine Theorie, nein es stand fest, dass nach dieser Zeit die höchstentwickelte Lebensform auf dem Planeten grüne Algen sein würden. Mir wurde bewusst, dass wir schnell eine Lösung finden müssten, also lief ich etwas spazieren um meine Gedanken zu ordnen. Ich kam an einer Schule für die Kinder der Wissenschaftler und des Personals in dieser Forschungsanlage vorbei, einige von ihnen spielten gerade. Bei dem Anblick schwor ich mir, dass sie nicht in einer Welt leben müssten, in der sie zum Tode verurteilt sind.“ „Und was geschah dann?“ „Zwei dieser Kinder sind jetzt tot, sind in diesen Ruinen gestorben. Sie waren Mitglieder der PSF geworden und jetzt sind sie tot.“ Misel sah ihm in die Augen und sagte: „Du kannst den Tod nicht besiegen. Er ist Teil des Lebens, so paradox das auch klingt. Unsere Sterblichkeit definiert unsere Menschlichkeit, nur weil wir verletzt werden können, versuchen wir andere nicht zu verletzen und helfen denen die verletzt wurden oder noch verletzt werden könnten. Du kannst die beiden nicht zurückholen, vor allem nicht, indem du anderen vor den Kopf stößt. Wir sollten weiter machen, denn sie haben sich dieser Sache ebenso gewidmet wie du und wenn wir die Erde retten, dann wäre ihr Tod nicht vergeblich gewesen.“ „Du solltest wirklich Psychotherapeutin werden.“
Eine Stimme tönte aus einem Lautsprecher: „Prätor, die Polizei hat ein Mordopfer gefunden.“ „Und, was ist damit.“ „Nach dem DNS-Test handelt es sich um Leutnant Kommarow. Doch nach der Nutzung seiner ID-Karte befindet er sich auf der Pegasus.“ „Die Karte wurde geklaut, geben sie mir den Kapitän der Pegasus.“

Sir Martin stand vor dem Eingang zum Archiv der Pegasus. Er zog seine Karte durch einen Schlitz, doch nur ein dumpfer Ton signalisierte die Ablehnung. „Sie sind nicht befugt dieses Areal zu betreten, Leutnant.“ Sagte die neben ihm stehende Wache. Sir Martin versuchte es noch einmal. Wieder nur der Ton. Plötzlich, verdunkelte sich der Raum und erstrahlte danach in einem kräftigen Rot. Es ertönten Alarmsirenen und der Kapitän gab über Lautsprecher durch: „Alarmstufe Rot. Nehmen sie Leutnant Kommarow sofort fest! Ich wiederhole: Leutnant Kommarow ist sofort festzunehmen!“ Schnell zückte Sir Martin seine Pistole und hielt sie der Wache unter die Nase: „Aufmachen!“ Die Wache zog ihre Karte durch den Schlitz und die Tür öffnete sich. Dann drückte Sir Martin ab, ging durch die Tür und sagte noch: „Danke.“
Das Archiv war groß, zu groß für Sir Martin, er hatte nicht die Zeit um lange zu suchen. Zwei Soldaten hatten die Leiche der wache entdeckt und rannten nun auf Sir Martin zu. Dieser schoss und traf einen von ihnen im Bein, der andere feuerte zurück, doch er verfehlte Sir Martin. Nach einigen Sekunden der Flucht fand sich Sir Martin in einer Verladestation wieder. Nur war diese unbesetzt und nichts war da, mit dem er hätte von Bord gehen können. Einige Soldaten hatten ihn nun in die Enge getrieben. Er feuerte auf sie und sie schossen nun auf ihn. Eine Kugel schlug in ein Fenster hinter Sir Martin ein. Er konnte noch „Verdammt!“ sagen und wurde dann samt Fenster in den Weltraum geblasen. Die Soldaten konnten sich solange festhalten, bis sich die Notfalltüren schlossen und so das Leck verschlossen war. Zwei Soldaten näherten sich der Notfalltür und sie begannen sich zu unterhalten: „Weist du, dass der Kerl da draußen gar nicht erstickt.“ „Was passiert denn dann?“ „Durch den extremen Unterdruck fängt sein Blut, der Urin und alle anderen Körperflüssigkeiten an zu kochen. Er wird dort draußen bei weniger als minus 250 Grad Celsius lebendig gegart!“ „Das muss echt höllisch wehtun, wie lange dauert das denn?“ „Keine Ahnung, aber nach etwa 15 Sekunden verliert man das Bewusstsein. So was können die dir unten auf dem Planeten nicht bieten!“ „Stimmt.“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:57 
Der Rat der Götter

„Verdammt tut das weh!“ Schrie Sir Martin bis ihm bewusst wurde, dass er sich nicht mehr im Weltraum, sondern in der Zwischenwelt befand. Er sah an sich herunter und betrachtete seine Arme. Sie waren an den Handgelenken aufgeplatzt und die Haut war steif gefroren, deshalb konnte er sie auch nicht bewegen, wie den Rest seines Körpers. Gott trat an ihn heran und sagte: „Man Zeus, du siehst gar nicht gut aus.“ „Wenn du sterblich wärst, würdest du genauso so aussehen, nach einem Spaziergang durch ein Vakuum nahe dem absoluten Nullpunkt aller Temperaturen.“ „Ist schon gut, ich werde dir erst mal deinen Körper in einwandfreiem Zustand zurückgeben.“ Sir Martin’s Haut sah wieder normal aus und die aufgeplatzten Stellen waren ebenfalls verschwunden. Er hob den Arm und drehte ihn dann etwas. Schließlich berichtete er Gott: „Wie du sehen kannst habe ich es nicht geschafft das Buch zu entwenden.“ „Das war zu erwarten.“ „Wie, du wusstest das?“ „Ich bin Gott!“ „Das sagt wohl alles, aber wa
rum hast du mich dann auf diese Mission geschickt?“ „Ich wollte sehen, ob du hartnäckig genug bist um auch unlösbare Aufgaben zu versuchen. Und du bist es. Aber um das mal festzustellen, weitere vermasselte Missionen gehen allein auf dein Konto!“ „Na gut und was jetzt?“ „Du wirst eine weitere Aufgabe bekommen! Horizonte und Misel werden einen Mann aufsuchen, mit seiner Hilfe könnten sie uns sehr gefährlich werden. Du wirst ihnen ein altes Dokument entwenden und zwar mit allen Mitteln bevor sie es entschlüsseln können!“ „Da hab ich schon eine Idee, welchen Körper ich dazu brauche!“

Leise öffnete Misel die Tür zu Horizonte’s Büro. Das grelle Licht der beiden Sonnen hatte den gesamten Raum geflutet und so konnte sie kaum Horizonte erkennen, der an seinem Schreibtisch saß. Vor dem Schreibtisch stand Marco und hatte seinen Kopf in ihre Richtung gedreht. „Du wolltest mich sprechen?“ sagte Misel, es war mehr eine Feststellung als eine Frage. „Ja, komm rein und schließ die Tür.“ Erwiderte Horizonte. Misel schloss die Tür und stellte sich neben Marco, dann setzte Horizonte fort: „Unsere neuen Alliierten vom Medaron haben uns eine ihrer größten Kostbarkeiten geschickt. Einen Text, älter als jedes Zeugnis von Zivilisation, welches wir je entdeckten.“ Ein seltsamer Satzbau dachte sich Misel und fragte sich, ob er immer so redet, wenn er von alten Dingen spricht. Nichts wissend von Misel’s Gedankengängen, sprach Horizonte weiter: „Nun, wir können ihn leider nicht übersetzen, aber General Marco hier, kennt jemanden, der es kann!“ „Dann soll er doch herkommen!“ schlu
g Misel vor. „So einfach ist das leider nicht. Dieser Mann ist ein wenig merkwürdig, wir müssen zu ihm gehen und wir müssen noch vor 12 Uhr dort sein.“ Antwortete Horizonte. „Warum denn das?“ Marco ergriff daraufhin das Wort: „Er ist ein wenig abergläubisch. Wenn wir am Nachmittag eintreffen, so würde am Abend ein Unglück passieren. Das glaubt er zumindest.“ „Er ist wirklich seltsam, wann müssen wir denn los?“ fragte Misel. Horizonte stand auf und sagte: „Wenn es geht sofort!“ „Was? Hättest du mir das denn nicht gestern sagen können, ich hab noch nicht mal gepackt. Wie denn auch, ich erfahr ja alles als Letzte!“ sprach sie, stampfte auf den Flur und knallte die Tür zu. Marco und Horizonte sahen sich fragend an.
Eine halbe Stunde später stiegen Marco, Horizonte und Misel in ein kleines Flugzeug ein. Es war geräumig eingerichtet und nachdem es vom Flugplatz abgehoben hatte, sprach Horizonte Misel an: „Hey, du bist schnell raus, dass ich dir gar nicht mehr sagen konnte, dass nur Marco und ich mit ihm arbeiten werden. Wir wollen ihn für die Hadals rekrutieren. Zeitgleich werden Horny und Seisuke sich um die Details in der Hadals-Verfassung kümmern.“ „Und was soll ich tun?“ fragte Misel neugierig. „Gestern hattest du dich doch über den abgebrochenen Urlaub beschwert.“ „Nun beschwert hab ich mich nicht, ich habe es nur mal erwähnt.“ „Wie auch immer, wir haben Zimmer in dem besten Hotel dort bekommen und die Gegend ist häufig unter den Top Ten der schönsten Feriengebiete auf Erde2. Deshalb könntest du deinen Urlaub nachholen.“ „Und ihr müsst arbeiten?“ „Wir haben eine Woche, da bleibt bestimmt noch Zeit übrig. Also keine Sorge!“ „So hab ich das nicht gemeint, ich wollte nur sicher gehen, dass keiner von euch mir den Urlaub vermasselt!“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 10:58 
Nichts13 wanderte einen alten Weg entlang. Er kannte ihn gut, denn es war der Weg, welcher ihn vor vielen Monaten zu seiner Stadt führte. Gott hatte ihm damals eine Mission aufgetragen und nach zwei Wochen des Aufbaus, empfand er seine Stadt als genug entwickelt um auch ein Weilchen ohne ihn zu Recht zukommen. Mit den Worten „Bis gleich!“ hatte er sich verabschiedet und trat dann seine Reise zur Anwerbung neuer Mitglieder für den Kerguelen-Bund an, die damit endete, dass Gott ihn vor einer Kugel aus einer Schallgedämpften 9mm-Pistole rettete, die Prätor Horizonte einige Millisekunden vorher abgefeuert hatte. Die restliche Zeit verbrachte er mit Gott, den er liebevoll nach seinem vor vielen Jahren verstorbenen Kater Bob nannte. Beim wöchentlichen Scrabble-Turnier verlor er regelmäßig gegen Bob, äh ich meine natürlich Gott, und wurde dabei nicht mehr den Gedanken los, dass Gott schummelte. Wie dem auch sei, durch die Vereinbarung mit Sir Martin, konnte er endlich auch wieder ak
tiv werden. Heute wollte er seine alten Untertanen für sich gewinnen.
Ein Schild am Straßenrand ließ ihn sich wundern, denn eigentlich hatte er seine Stadt nach sich benannt „Nichts13“ doch hier stand „Haribo“. Nichts13 ärgerte sich, denn „Haribo“ war ein viel kreativerer Einfall als „Nichts13“, warum kam er nie auf solche Ideen? Doch er verwarf seinen Ärger und dachte sich: Auch wenn der Name sich geändert hat, die Leute können sich nicht geändert haben, vor allem da es sich um Akademiker handelt, da passiert eh nicht viel.
Auf dem Marktplatz waren viele Menschen versammelt, wie auch zu Nichts13’s Herrschaftszeiten, auch wenn es nur zwei Wochen waren und der Marktplatz erst am Abend vor seiner Abreise fertig gestellt wurde. Es war ebenfalls Professor Doktor Jan Ignatius Meister anwesend, Nichts13 hatte ihm die Führung überlassen, nachdem dieser seine Theorie über die Brennunterstützenden Eigenschaften der menschlichen Verdauung bewiesen hatte, in dem er mit Hilfe eines Streichholzes und einer guten Bohnensuppe seine Hütte angezündet hatte. Weil man noch keine Feuerwehr eingerichtet hatte, war der Professor daraufhin obdachlos und so überließ Nichts13 ihm sein Haus. „Ich bin wieder da, um euch in goldene Zeiten zu führen!“ schrie Nichts13, als er sich im Mittelpunkt des Platzes befand. Die Leute sahen in an und gingen dann weiter. Nichts13 fragte einen Mann, der gerade an ihm vorbei lief: „Was ist denn los, erkennt ihr mich nicht?“ „Doch, doch, aber wir wollen euch nicht mehr als unseren Anführer
!“ „Ja warum denn das?“ „Unser neuer Anführer, Seisuke so ist sein Name, ist viel besser, als ihr es je gewesen seit.“ „Seisuke war doch euer Pilot, dem ihr das Raumschiff gestohlen habt, als er gerade auf einer Toilette einer Weltraumtankstelle war! Der soll besser sein als ich? Was ist denn besser?“ „Na zum Beispiel haben wir jetzt eine Feuerwehr, nachdem Professor Meister fast alle Häuser ihm Rahmen seiner Studie abgefackelt hatte. So nun muss ich weiter, noch viel Glück!“ Nichts13 war erschüttert, niemand, den er fragte, wollte ihn zurück. Also dachte er sich: Muss ich mir halt neue Untertanen suchen, das wird so schwer schon nicht sein.

Die schwarze Limousine fuhr die kleine Straße zum Anwesen des Oberhauptes jener Stadt entlang. Auf beiden Seiten säumten Olivenbäume und Palmen die Straße und schnell näherten sie sich dem mediterranen Landhaus. Misel sah gelangweilt aus dem Fenster, Marco polierte seine Generalssterne und Horizonte musste dringend aufs Klo. „Sieht aus wie Italien oder Griechenland.“ Äußerte Misel. Marco war zu beschäftigt um zu antworten, denn jedes mal wenn einer der Sterne glänzte, fand er auf einem anderen einen Fingerabdruck, später gegen Abend würde ihm auch einfallen, dass Handschuhe die Lösung des Problems darstellten. Also antwortete Horizonte darauf: „Er hat die Pflanzen hier eingeführt und jetzt verbreiten sie sich wie Unkraut.“ „Schönes Unkraut.“ „Das Aussehen macht das Unkraut nicht zum Unkraut, sondern die Eigenschaft alles um sich herum zu durch seine eigene Ausbreitung zu vernichten.“ „Machen wir nicht dasselbe?“ „Wie meinst du das?“ Misel wendete sich von dem Fenster ab, sah zu Horizonte und setzte fort: „Wir breiten uns aus und vernichten alles um uns herum. Mit der Erde haben wir angefangen, mit diesem Planeten machen wir weiter und wenn das Phoenix-Programm Erfolg hat, dann werden wir es mit dem Universum gleichermaßen tun. Und dann, Strelo, wird uns niemand mehr aufhalten können, uns selbst zu vernichten!“ „Das klingt geradezu prophetisch.“ „Du kennst doch sicher Filme und Bücher in denen die Menschen Maschinen und Computer geschaffen haben, welche die Menschheit an den Rand der Vernichtung bringen.“ Horizonte nickte und Misel sprach weiter: „Diese Geschichten sind Ausdruck der Angst vor den Folgen, die es haben kann, wenn wir Gott spielen. Ich weis nicht, ob die Ersten, die Götter, auch solche Geschichten haben, aber eins weis ich, vor uns werden sie Angst haben!“
„Wir sind da!“ unterbrach Marco, die auf Misel’s letzte Worte folgende Stille. Nacheinander stiegen alle drei aus und ein Mann rannte brüllend auf sie zu. Er schrie immer wieder „Zu spät! Zu spät!“ bis er die drei erreicht hatte. Dann fragte Marco: „Was ist denn?“ Und der Mann antwortete: „Es ist jetzt 12:01 Uhr, ihr seit eine Minute zu spät gekommen! Dieser Tag wird kein gutes Ende nehmen!“ „Nun lassen wir dies das Schicksal entscheiden.“ „Na gut, Marco, dann will ich euch mal willkommen heißen. Ich bin Don Bilbo, der Bürgermeister dieser kleinen, aber feinen Gemeinde Minas Morgul.“ Marco drehte sich etwas zu den anderen beiden und sagte: „Dies sind Strelo Horizonte, Prätor der Vorgonischen Republik und Misel, Stadtoberhaupt von Ankh Morporck.“ Misel und Horizonte schüttelten rasch Don Bilbo die Hände und danach führte dieser seine drei Gäste in sein Haus.
Nicht weit entfernt, vom Schutz einer Ecke des Hauses aus, beobachtete Sir Martin das Geschehen


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 11:00 
„Auf Geheiß des unumstößlich, unübertroffenen, unbestreitbar bösen Satan des Zweiten, wurde der Rat der Götter einberufen! Der große Jehova hat das Wort!“ „Danke Hermes, nun wollen wir uns anhören, was Satan der Zweite uns zu berichten weis! Ich muss unbedingt diese Redeweise loswerden, das ist nach der Bravo nicht mehr ‚in’!“ „OK, da ich nun die Aufmerksamkeit habe, werde ich auch mal anfangen. Die Menschen müssen sterben!“ „Warum denn Satan?“ „Jehova, du verstehst das nicht, die sind eine Bedrohung, die werden alle Spezies bekehren und auf ihren Weg der Separation bringen. Mit den Praios vom Medaron haben sie es doch schon geschafft.“ „Sie sind keine Bedrohung!“ „Bist du dir da sicher? Sie sind eine dritte Partei in diesem Krieg geworden und mit der Zeit werden sie zu einem ernstzunehmenden Gegner!“ „Wir werden tun, was wir immer tun, wir werden sie beobachten! Wenn sie zu einer Gefahr werden, dann können wir immer noch einschreiten!“ „Sie sind bereits eine Gefahr! Einen vo
n uns haben sie bereits getötet! Das war Luzifer!“ „Luzifer war ein Querulant, ein Ausgestoßener.“ „Es geht nicht um ihn, sondern um den Tod. Ihr Ersten könnt das nicht verstehen, ihr seid unsterblich, wir sind es nicht und das Sterben flößt uns eine ungeheure Angst ein.“ „Verfahrt weiter wie bisher, doch ich verspreche euch, dass wir die Menschen von nun an besser beobachten werden! Damit ist der Rat der Götter beendet!“

„Der Text ist älter als alle anderen, die wir je gefunden haben. Das könnte schon eine Weile dauern, bis meine Experten mit der Übersetzung durch sind.“ Teilte Bilbo Horizonte und Marco mit. Misel hatte ihren Urlaub bereits angetreten. Marco fragte darauf: „Wie lange wird es Schätzungsweise dauern?“ „Eine, vielleicht zwei Wochen.“ „Woran habt ihr erkannt, dass der Text älter ist?“ „Zuerst durch eine Zerfallsanalyse der radioaktiven Stoffe in dem Papier, was eigentlich eine interessante Leichtmetalllegierung ist.“ „Eine Legierung?“ „Ja, normales Papier wäre bei einem Alter von zwei Millionen Jahren längst zerfallen!“ „Ist ja richtig alt. Wodurch habt es noch datieren können?“ „Die Schrift weist zwar Ähnlichkeiten mit anderen Dokumenten der Alten auf, aber sie besitzt wesentlich mehr Verzierungen. Wenn sich eine Schrift entwickelt, wird sie im Schriftbild auf das Nötigste reduziert, so können andere die Sprach leichter lernen.“ Horizonte mischte sich ein: „Wie sieht es denn mit
unserem Angebot aus, dass du den Hadals beitrittst?“ „Da sehe ich keine Probleme.“ „Na gut, dann haben wir jetzt wohl ein bis zwei Wochen frei, Misel wird sich freuen.“

Seisuke und Horny hatten gerade Horizonte’s Büro betreten und sie unterhielten sich. Horny begann: „Warum sind wir jetzt hier? Für die Verfassung der Hadals brauchen wir nichts aus diesem Büro!“ „Ich will ja auch gar nichts für die Verfassung. Hast du dich denn nicht mal gefragt, ob der Kerl nicht vielleicht Akten über uns angelegt hat?“ „Nein. Hat er?“ „Weis ich nicht. Aber wir können es doch jetzt mal raus finden.“ Beide setzten sich an den Computer und starteten ihn. Seisuke suchte in den eigenen Dokumenten: „Sie mal, hier ist was Interessantes.“ „Akten über uns?“ „Nein, aber eine Idee für einen Science-Fiction-Roman. Er handelt davon, dass unsere Welt nur eine Art Simulation ist und zwar ein Internet-Strategiespiel mit dem Namen „Holywars Runde 8371“. Und es gibt alle Personen die wir kennen, doch die haben jeder einen Vor- und einen Familiennamen, wohnen auf der Erde im Jahre 2505 und die Ereignisse um uns herum sind alle der Fantasie des Alter-Egos von Strelo entsprungen.“
„Was für einen Mist sich manche Menschen einfallen lassen!“ spottete Horny.
Nach ein paar Minuten weiterer Suche fand Seisuke die Akte über Horny: „Das sind psychologische Analysen, über dich steht hier: Seine extrem raue Schale soll von seinem wesentlich weicheren Kern ablenken. Vermutlich hat eine Zurückweisung in der frühen Jugend zu diesem Verhalten geführt.“ Horny sprang auf und schrie laut: „Ich bring ihn um, von wegen weicher Kern, wie kommt der denn darauf? Hab ich was falsch gemacht?“ „Jetzt fang nicht an zu heulen, Horny!“ „Ich hab nur was im Auge!“ „Mal sehen was er über mich geschrieben hat: Seisuke stellt die größte Gefahr für einen Amoklauf dar. Seine Unfähigkeit seine Emotionen zu beherrschen, hat dazu geführt, dass er sich einer Selbsthilfegruppe anschließen musste, die ihn schließlich rausgeworfen hat, weil er sich einfach nicht beherrschen konnte.“ Horny blickte Seisuke besorgt an, dieser richtete sich auf und sagte: „Keine Sorge, ich lauf schon nicht Amok, aber wenn der Prätor wieder da ist, wird er bereuen jemals so etwas zu geschrieben zu haben!“


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BeitragVerfasst: Fr, 29. Apr 2005 11:01 
„Willst du was trinken?“ fragte Horizonte die neben ihm laufende Misel. Sie blickte ich an und antwortete: „Nein, danke. Ich will meinen Urlaub wirklich ohne euch verbringen. Um es mit Bilbo’s Worten zu sagen: Ihr bringt Unglück!“ „Na gut dann nicht.“ Horizonte setzte sich an die Bar und Misel ging weiter. Er bestellte einen Scotch ohne Eis bei einer Bardame, die eine Maske trug. Neugierig fragte er: „Müssen alle, die an der Bar arbeiten, eine Maske tragen?“ „Nicht alle, nur die die alte Tradition erhalten wollen.“ Die Stimme der Frau kam ihm bekannt vor, doch er störte sich nicht daran und nahm einen Schluck. Und dann kam die Dunkelheit.
Horizonte öffnete die Augen und sah Misel, die gerade seine linke Hand mit einer Handschelle an einen hölzernen Bettpfosten kettete. Seine rechte Hand war bereits an den anderen Bettpfosten gefesselt und langsam wieder Herr seiner Sinne sagte er zu ihr: „Äh Misel, also es wäre gelogen wenn ich behaupten würde nicht schon mal daran gedacht zu haben, aber irgendwie geht das doch ein bisschen schnell!“ Sie war fertig, richtete sich wieder vollkommen auf und erwiderte: „Du bist scharf auf die Kleine, nicht wahr?“ „Du bist nicht Misel!“ „Ein ganz schneller! Aber es bekümmert mich doch ein wenig, dass du mich nach einer so langen Zusammenarbeit, nicht erkennst!“ „Sir Martin?“ „Voll ins Schwarze.“ „Was soll das hier?“ „Nun ich habe einen neuen Verbündeten, nämlich Gott. Er kann mir meinen Wunsch wieder ein Gott zu werden erfüllen, doch dafür muss ich noch ein paar Arbeiten für ihn erledigen.“ „Schwafle nicht, was willst du?“ „Sehr direkt, also gut, wo ist das Dokument?“ „Welches Dok
ument?“ „Halt mich nicht für bescheuert, ihr seit wegen eines Dokumentes hierher geflogen, also wo ist es.“ „Glaubst du ich sag dir das?“ „Wenn ich mit dir fertig bin, wirst du mich anbetteln es mir sagen zu dürfen!“ Plötzlich ging die Tür auf. Sir Martin drehte sich um und sagte: „Ich wusste doch, dass ich was vergessen hatte!“ Misel trat ein und sagte: „Das mit vorhin tut mir leid, ich hab’s nicht so gemeint. Oh du hast Besuch. Hey Moment mal, das bin ja ich!“ Horizonte schrie: „Das ist Sir Martin und er arbeitet jetzt gegen uns.“ Sir Martin griff nach einer Spritze, die auf einem Nachtschränkchen neben dem Bett lag. Auf dem Nachtschränkchen lag auch noch der Schlüssel für die Handschellen. Er näherte sich langsam Misel und drohte: „In dieser Spritze ist genug Betaübungsmittel, um dich für die nächsten zwei Monate ins Land der Träume zu befördern.“ Misel machten einen Schritt zurück auf den Gang und schlug ein Fenster neben der Tür ein. Neben einem Feuerlöscher, den Knopf
für den Feueralarm, war dort auch eine Axt, mit der man eigentlich Türen einschlagen sollte. Jetzt machte Sir Martin ein paar Schritte zurück in das Zimmer und Misel stürmte auf ihn zu, holte mit der Axt aus, schlug zu und verfehlte Sir Martin nur knapp. Dabei verlor er die Spritze, aber Misel hatte es nicht viel besser, die Axt durchtrennte einen der Bettpfosten, knapp unter Horizonte’s Hand. Er schrie: „Bist du verrückt geworden? Du hättest mir beinahe die Hand abgehackt!“ „Sorry!“ gab sie von sich und zog die Axt aus der Wand, in der sie nun steckte. Sir Martin machte einen Satz auf sie zu und ergriff die Axt. Beide rangelten sich nun um diese, während Horizonte seine linke Hand aus der Handschelle zwängen, den Schlüssel auf dem Nachtschränkchen ergreifen und sich selbst befreien konnte. Mit einem Tritt stieß Sir Martin Misel von der Axt weg und bedrohte nun beide mit ihr. Er holte aus und schlug zu, verfehlte Misel, verletzte aber Horizonte leicht am Arm. Dann packte sic
h Misel einen Stuhl und warf ihn Sir Martin entgegen, Horizonte griff ihn gleichzeitig an. Sir Martin hatte mit dem Stuhl zu kämpfen und bemerkte so Horizonte’s Angriff zu spät, er befreite die Axt zwar aus dem Stuhl, konnte Horizonte aber nur den Stiel in die Rippen stoßen, während es diesem gelang die Axt auf den Balkon zu schleudern. Durch den Schlag in die Rippen getroffen, taumelte Horizonte zurück, jetzt griff Misel wieder an, sie packte Sir Martin, drehte sich mit ihm so, dass sie mit dem Rücken zum Balkon stand. Dann lies sie sich fallen und versuchte Sir Martin mit den Beinen über das Geländer des Balkons zu katapultieren. Dies gelang ihr zwar, jedoch konnte er sich an ihrem Arm festhalten. Die Streben des Geländers schmerzten an den Stellen, die Misel berührten, sie musste Sir Martin schnell loswerden. Neben sich sah sie die Axt liegen und mit etwas Mühe, konnte sie ihren Stiel ergreifen. Mit der Axt in der Höhe drohend, sah sie noch einmal in Sir Martin’s Gesicht,
ihr Gesicht. Dann sagte sie: „Krepier, Schlampe!“ und hackte seinen Unterarm ab. Er fiel vier Stockwerke und schlug dann auf dem Betonboden auf. Noch immer hing die Hand mit dem Unterarm von Sir Martin an ihrem Handgelenk, sie streifte es ab und es fiel ihm entgegen.
Misel setzte sich erschöpft hin und lehnte ihren Rücken gegen das Geländer. Horizonte trat an das Geländer und sah nach unten. Er fragte: „Bist du OK?“ „Ja schon, mir geht es sicher besser als Sir Martin.“ „Stimmt.“ „Ist er tot?“ „Zumindest bald.“ Dann setzte sich Horizonte neben Misel auf den Boden des Balkons. Sie sah die Wunde an seinem Arm und fragte: „Musst du zum Arzt?“ „Nein halb so schlimm.“ „Weist du, mir fällt gerade noch ein: besser arm dran als arm ab.“ „Nun ja, du hast Sir Martin in jedem Fall auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt!“ Beide lachten, da sagte Misel: „Hoffentlich lässt er sich durch diesen Rückschlag nicht gleich niederschmettern!“ „Weist du, was mir wirklich Angst macht?“ „Nein, was denn?“ „Dass Bilbo, mit dem ‚das gibt Unglück, wenn wir zu spät kommen’-Gerede, Recht hatte. Ich glaub ich brauch jetzt einen Drink.“ „Ich auch.“ Dann sah Misel nach oben, sie waren in der obersten Etage und deshalb konnte sie die Sterne sehen. Sie fragte Horizonte: „
Wo ist eigentlich die Erde?“ „Siehst du den hellen Stern in der Mitte?“ „Ja, ist das unsere Sonne?“ „Nein, das ist Sirius. Aber der daneben ist es, na ja denke ich zumindest.“ „Du hast keine Ahnung oder?“ „Nein eigentlich nicht.“ „Ich hoffe nur, dass sie diesen ganzen Aufwand wert ist.“ „Die Erde?“ „Nein, die Menschheit.“ „Ich hoffe es.“


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